Syrischer Autokorso in Ulm
: Arabische Musik und Hupkonzerte zum Ende der Diktatur

Warnblinker, syrische Flaggen, Lautenmusik aus den geöffneten Autofenstern: Auch in Ulm feierten Syrer den Sturz des Herrschers Baschar al-Assad.
Von
Matthias Stelzer
Ulm
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Syrischer Autokorso nach dem Sturz von Baschar al-Assad

Auch in Ulm formierte sich am Sonntag nach dem Sturz des Diktators Baschar al-Assad ein syrischer Autokorso.

Matthias Stelzer
  • Syrer feierten Assads Sturz in Ulm mit Autokorso und Musik.
  • Aufständische eroberten Damaskus, Assad floh aus Syrien.
  • Polizei meldete keine Komplikationen während der Feier.
  • Syrische Autofahrer riefen "Freiheit" und "ein guter Tag".
  • Hintergrund: Assad quälte sein Volk jahrelang im Bürgerkrieg.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gut drei Dutzend Autos kreiselten zur Feier des Machtwechsels in Syrien am Sonntagabend auf dem Ulmer Innenstadtring. Hupend, singend und winkend freuten sich Syrerinnen und Syrer aus der Region über den Sturz des grausamen Diktators Assad. Immer wieder waren aus den Autos deutsche Rufe zu hören. „Freiheit“ oder „ein guter Tag“ skandierten die feiernden Autofahrer - wohl um deutschen Passanten am Straßenrand den Grund ihrer Freude kundzutun.

Freude über den Sturz und die Flucht des syrischen Diktators

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hatten Aufständische um den dschihadistischen Kämpfer Mohammed al-Dscholani Damaskus eingenommen. Der grausame Diktator Baschar al-Assad, der das eigene Volk während des über acht Jahren andauernden Bürgerkriegs in Foltergefängnissen gequält und mit Giftgas angegriffen hatte, ist inzwischen aus Syrien geflüchtet.

Bei der Ulmer Polizei reagierte man am Abend gelassen auf den Korso.  „Da gibt es keine Schwierigkeiten. Die fahren und freuen sich“, sagte Rainer Strobl, der Polizeiführer vom Dienst auf Anfrage. Nach Erkenntnissen der Polizei, die auch schon andernorts feiernde Syrer zu verzeichnen hatte, ging man in Ulm am Abend auch davon aus, dass keine Komplikationen zu erwarten sind.

Millionen Flüchtlingen gibt der Sturz des Regimes in Damaskus Hoffnung, wieder in die Heimat zurückkehren zu können. Im Bürgerkrieg wurden fast 14 Millionen Menschen vertrieben, rund 700.000 Syrer leben in Deutschland.