Streit in Schrebergarten
: 45-Jährigen tot geschlagen? Mann aus Ulm wurde angeklagt

Ein 44-Jähriger aus Ulm soll einen 45-Jährigen in dessen Gartenhütte geschlagen und getreten haben, bis er starb. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage wegen Totschlags erhoben.
Von
Julia Horn
Ulm
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Der Prozess gegen den 44-jährigen Mann dürfte vor dem Landgericht Ulm stattfinden. Er soll einen 45-Jährigen erschlagen haben.

Giacinto Carlucci

Im September 2023 soll ein Streit in einer Ulmer Schrebergartenanlage eskaliert sein: Ein 44-Jähriger soll einen 45-Jährigen in dessen Gartenhütte erschlagen haben. Davon geht jedenfalls die Staatsanwaltschaft Ulm aus. Sie hat wegen Totschlags Anklage gegen den 44-Jährigen erhoben, wie sie am Mittwoch mitteilt.

Warum die Männer in Streit geraten sein sollen, bleibt vorerst unklar. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beide Alkohol getrunken hatten. Der 44-Jährige soll dann „vielfach und mit maximaler Kraft“ auf sein Opfer eingeschlagen und eingetreten haben. Der 45-Jährige lag demnach wehrlos am Boden. Seine Rippen wurden laut Anklage gebrochen und durchstießen sein Bauch- und Lungenfell, so dass er nicht mehr atmen konnte. Diese Folge habe der Beschuldigte „zumindest billigend in Kauf genommen“.

Ein Gutachten wurde beantragt

In der beantragten Hauptverhandlung soll auch geklärt werden, ob der Mann zur Tatzeit durch den Alkohol in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt war. Dazu wurde ein Gutachten beantragt. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht. Der 44-Jährige befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft.