Streik in Ulm
: Warnstreik in Stadtverwaltung und Kitas am Donnerstag

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Stadtverwaltung Ulm zu einem Warnstreik aufgerufen. Davon sind auch Kindertagesstätten betroffen.
Von
swp
Ulm
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Für Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi zu einem Warnstreik in Ulm aufgerufen.

Symbolbild (Martin Schutt)

Im Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern setzt die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort. Am Donnerstag, 15.10.2020, sind die Angestellten der Ulmer Stadtverwaltung aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.

Davon betroffen sind voraussichtlich alle Bereiche der Stadtverwaltung mit Publikumsverkehr, aber auch die Kindertageseinrichtungen. Laut Stadtverwaltung lässt sich im Voraus nicht absehen, wie viele Beschäftigte die Arbeit niederlegen werden.

Hier kann es am Donnerstag zu Einschränkungen kommen

Mit folgenden Einschränkungen muss während des Warnstreiks am Donnerstag in Ulm gerechnet werden:

  • längeren Wartezeiten in den Bereichen der Ulmer Stadtverwaltung mit Publikumsverkehr
  • teilweise muss auch mit der Schließung ganzer Bereiche gerechnet werden
  • Arbeitsniederlegungen in Abteilungen ohne Publikumsverkehr könnten sich mittelbar auswirken, beispielsweise wenn die Kommunikationstechnik bestreikt wird
  • Die Bürgerdienste teilen mit, dass die Dienstleistungszentren am Donnerstag geschlossen bleiben werden.
  • In der Olgastraße 66, beim Standesamt, der KfZ–Zulassungsstelle im Landratsamt und beim Veterinäramt ist mit Einschränkungen zu rechnen.

Kindertageseinrichtungen in Ulm werden bestreikt

In den städtischen Kindertageseinrichtungen werden die Eltern direkt informiert. Ob die Zentralbibliothek, die Stadtteilbibliotheken und der Bücherbus geöffnet bleiben können oder es zu Schließungen kommt, gibt die Bibliotheksleitung am Donnerstag bis 10 Uhr auf https://stadtbibliothek.ulm.de/ bekannt.

Das fordert Verdi im Tarifkonflikt

Verdi fordert in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Erhöhung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober in Potsdam geplant.