Streik an Unikliniken
: Ärzte in Ulm legen am Dienstag die Arbeit nieder

Die letzten Verhandlungsrunden mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind ergebnislos gewesen. Nun ruft die Gewerkschaft zu Warnstreiks auf.
Von
Amelie Schröer
Ulm
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Konzentration im OP: Für die hohe Arbeitsbelastung fordert der Marburger Bund mehr Gehalt und höhere Zuschläge für die Ärztinnen und Ärzte an Uniklinken.

Uwe Anspach/dpa

Der Marburger Bund ruft alle Ärztinnen und Ärzte an den Unikliniken in Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm dazu auf, am kommenden Dienstag (30.01.) ihre Arbeit niederzulegen. Hintergrund seien drei ergebnislose Verhandlungsrunden mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).

Die Krankenhaus-Ärzte hätten die längsten Wochenarbeitszeiten, in der neben der normalen Krankenversorgung auch noch Forschung und Lehre einfließen, sodass immer mehr reguläre Klinikarbeit in die Randzeiten des Tages und in die Wochenenden gelegt werden, weil die Kliniken Stellen nicht ausreichend besetzten und Mehrarbeit zu ungünstigen Zeiten für sie billiger sei. „Dieser Entwicklung wollen wir wirksam Einhalt gebieten: Es geht um faire Bedingungen für Spitzenmedizin“, forderte der Marburger Bund.

Marburger Bund fordert mehr Lohn und Zuschläge

Konkret fordert die Gewerkschaft 12,5 Prozent mehr Lohn, bezogen auf ein Jahr, sowie höhere Zuschläge für Regelarbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. Die geforderte lineare Erhöhung begründete der Marburger Bund mit der Inflation und dem Ziel, den Gehaltsabstand zu anderen Krankenhausträgern aufzuholen.