
Ulm: Stärkung der Pflege
Das durch den Europäischen Sozialfonds und Landesmittel finanzierte Programm „Assistierte Ausbildung für Berufe der Pflegehilfe und Alltagsbetreuung“ (APA) greift das Prinzip einer durch Sozial- und Beratungsmaßnahmen flankierten Ausbildung auf. Auch das RKU Ulm am Oberen Eselsberg profitiert nun von dieser Landesförderung – „was die Pflegeberufe am Standort Ulm stärkt“, zeigt sich die CDU-Fraktion im Ulmer Gemeinderat erfreut. Dieses Programm richtet sich vorrangig an unter 25-Jährige, die eine normale Ausbildung voraussichtlich nicht erfolgreich absolvieren könnten. In kleinerem Umfang können auch Personen bis 45 Jahre teilnehmen.
Wegen ihrer Benachteiligung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt werden Alleinerziehende bevorzugt aufgenommen. Für das Förderprogramm mit rund 1,6 Millionen Euro wurden zunächst sieben Anträge, darunter der fürs RKU, bewilligt.
Viele Einrichtungen, die auf der Suche nach Azubis sind, zögern bei Bewerbern mit erhöhtem Förderbedarf. Als Lösung bietet sich die Ausbildungsassistenz an, die sich im Bereich der dualen Ausbildung seit vielen Jahren bewährt habe, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kienle: „Aus unseren Besuchen wissen wir, dass in der Pflege vielerorts ein Fachkräftemangel besteht.“ Auf der anderen Seite gebe es junge Menschen, die gerne einen Pflegeberuf ergreifen wollen, aber Unterstützung bei der Ausbildung brauchen.