Rund 25 Jahre nach seiner Eröffnung wird das einst heftig umstrittene Stadthaus Ulm am Donnerstag (15 Uhr) unter Denkmalschutz gestellt. Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) nimmt die Urkunde zur Aufnahme des betont sachlich gehaltenen Gebäudes aus Beton und Glas in das baden-württembergische Buch der Kulturdenkmale von besonderer Bedeutung bei einer Feierstunde entgegen.

Bedenken gegen das Stadthaus

Viele Einwohner hatten Bedenken gegen den Entwurf des amerikanischen Stararchitekten Richard Meier geäußert, der architektonisch nicht zum gegenüberstehenden gotischen Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt passe. Während der Gemeinderat den Bau mit großer Mehrheit beschlossen hatte, initiierten die Gegner einen Bürgerentscheid.
Allerdings wurde bei der Abstimmung die erforderliche Beteiligung verpasst, so dass der damalige CDU-Oberbürgermeister Ernst Ludwig grünes Licht für den weißen Bau geben konnte. Längst erfreut sich das Stadthaus am Münsterplatz mit zahlreichen Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und einem Café großer Beliebtheit. Einst als „Waschhaus Gottes“ verspottet, gilt es heute als Symbol des modernen Ulms.

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