Spritztour bei der Feuerwehr
: Mit dem Bobbycar zum Lösch-Einsatz

Die Ulmer Feuerwehr lud Vier- bis Sechsjährige zum Rundgang. Der Eintritt geht an die Aktion 100 000 und Ulmer helft. Die Freude ist groß. „Das war toll. Wir kommen jetzt jedes Wochenende!“
Von
Birgit Eberle
Ulm
Jetzt in der App anhören
  • Die Ulmer Feuerwehr lud Kinder zu einem Rundgang ein, der Eintritt ging an wohltätige Zwecke.
  • Feuerwehrleute zeigten den Kindern ihre Ausrüstung und ließen sie Löschfahrzeuge fahren.
  • Höhepunkt war die Fahrt mit der Drehleiter.
  • Eine weitere Führung für 10- bis 17-Jährige findet am 18. Mai statt, Tickets kosten 10 Euro.
  • Anmeldung per E-Mail an aktion100000@swp.de

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

  • Feuerwache Ulm, Keplerstraße 38, Führung für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Die Tickets wurden bei der Aktion 100 000-Auktion ersteigert.

    Elisabeth (4) hat das Lenkrad des Löschfahrzeugs fest im Griff. Ihre Mitfahrer Emil (l.) und Paul sind hochkonzentriert dabei.

    Matthias Kessler
  • Feuerwache Ulm, Keplerstraße 38, Führung für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Die Tickets wurden bei der Aktion 100 000-Auktion ersteigert.

    Wachabteilungsführer Alexander Güntner erklärt, wie gefunkt wird. Franziska probiert es sofort aus.

    Matthias Kessler
  • Feuerwache Ulm, Keplerstraße 38, Führung für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Die Tickets wurden bei der Aktion 100 000-Auktion ersteigert.

    Alexander Güntner erzählt, dass sich Feuerwehrleute erst während der Fahrt komplett anziehen. Das spart Zeit.

    Matthias Kessler
  • Feuerwache Ulm, Keplerstraße 38, Führung für Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren. Die Tickets wurden bei der Aktion 100 000-Auktion ersteigert.

    Willi Faul sichert Enkel Luca (4) bei der Rutschpartie an der Messingstange ab. Der Großvater kennt sich aus, er kümmert sich um die Atemschutzausbildung der Feuerwehrleute im Alb-Donau-Kreis.

    Matthias Kessler
  • Extra-Tour bei der Ulmer Feuerwehr: Kinder entern das Boot.

    Auch dieses Boot gehört zur Ausrüstung der Ulmer Feuerwehr. Sehr zur Freude der Kinder, die es schnell entern.

    Birgit Eberle
  • Elisabeth (vorne) und Franziska brausen mit ihren Feuerwehr-Bobbycars am Einsatzort an.

    Gleich dürfen sie an die Wasserspritzen: Elisabeth (vorne) und Franziska brausen mit ihren Feuerwehr-Bobbycars am Einsatzort an.

    Birgit Eberle
  • Paul (rechts) auf Spritztour bei der Ulmer Feuerwehr. Kevin Fink hilft ihm bei seinem Einsatz.

    Paul (rechts) hat mit seiner Wasserspritze das Ziel fest im Visier.

    Birgit Eberle
  • Wenn die Feuerwehrjacke fast den Boden streift: Nachwuchs beim Lösch-Einsatz.

    Wenn die Feuerwehrjacke fast den Boden streift: Nachwuchs beim Lösch-Einsatz.

    Birgit Eberle
  • Die Drehleiter faszinierte die Kinder besonders. Sie durften mit dem Korb mitfahren.

    Die Drehleiter fasziniert die Kinder besonders. Mit Feuerwehrmann Kevin Fink im Korb geht's hoch hinaus.

    Birgit Eberle
1 / 9

„Freut Ihr Euch scho?“, ruft Alexander Güntner in die Runde. Ein mehrstimmiges „Jaaaaa!“ aus Kinderkehlen ist die Anwort. „Was wollt ihr denn sehen?“, setzt der Wachabteilungsführer der Ulmer Feuerwehr nach. „Alles!“, kommt es lautstark zurück.

An dem Sonntagvormittag liegt mit einer ordentlichen Prise Aufregung gewürzte Neugier in der Luft. Sieben Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren warten samt Begleitung im Eingang der Ulmer Hauptfeuerwache in der Keplerstraße auf den Start der Extraführung. Die Tickets hatte die Ulmer Feuerwehr der Aktion 100 000 und Ulmer helft für die Benefiz-Auktion zur Verfügung gestellt.

Stange schneller und sicherer als Treppe

Gemeinsam mit Kollege Kevin Fink führt Güntner die Entdeckungstour an. Er hat die Kinder fix auf seiner Seite. Man kommt sich vor, wie live mit Checker Tobi vom Fernsehen unterwegs zu sein. „Der schnellste Weg vom Aufenthaltsraum oben runter in die Halle ist nicht die Treppe. Da kann man stolpern“, erklärt „Checker Alex“ und deutet auf eine Messingstange, die durch die Decke geht. Wie zum Beweis kommt ein Feuerwehrmann von oben heruntergerutscht. „Das quietscht ja richtig“, sagt ein Kind erstaunt.

Die beiden Feuerwehrmänner Jonathan und Niklas haben sich für die Kinder vom Helm über das Atemschutzgerät bis zu den Sicherheitsstiefeln in volle Montur geschmissen. Die Mädchen und Buben lernen: Feuerwehrleute sind immer in Zweierteams unterwegs, damit sie einander helfen können. „Wie gefällt’s Euch?“, fragt Kevin Fink kurz dazwischen. „Guuuuut“, antwortet der Besucher-Chor.

Dann wird’s ernst. Das Blaulicht flackert. Jedes Kind darf einmal ans Steuer eines Löschfahrzeugs. Die begleitenden Väter und Mütter aus Thalfingen, Neenstetten, Bernstadt und wo immer auch her zücken die Handys. Jona(6) umklammert das große Lenkrad und schaut hochkonzentriert, auch Elisabeth (4) hat das Steuer voll im Griff. Alexander Güntner erklärt nebenbei, dass sich die Feuerwehrmänner erst bei der Hinfahrt zum Einsatzort komplett anziehen. Das spart Zeit.

Zum Löscheinsatz hinter der Halle rücken die „glorreichen Sieben“ Emil, Paul, Elisabeth, Franziska, Jona, Luca und Samuel mit Feuerwehr-Bobbycars aus. Kevin Fink und Alexander Güntner haben einen kurvenreichen Parcours aufgebaut, an dessen Ende die Kinder in eine echte Feuerwehrjacke schlüpfen sollen. „Mann, ist die schwer“, stöhnt ein Junge. Sie reicht bei manchem Knirps fast bis auf den Boden. Helm auf und ran an die Spritze: Die Tafeln mit aufgemalten Flammen wollen mit dem Strahl umgeworfen werden.

Höhepunkt im doppelten Sinn: Die Fahrt mit der Drehleiter

Drehleiter. Immer wieder fällt das Wort Drehleiter. „Die kommt bald“, verspricht Alexander Güntner. Vorher wird erst noch ein im dunklen Keller versteckter Feuerwehrmann mit der Wärmebildkamera aufgespürt. Und die Kinder robben und klettern durch die Atemschutzübungsanlage, eine Teststrecke, bei der Feuerwehrleute ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen müssen.

Endlich geht es mit Kevin Fink rein in den Korb der rund 30 Meter langen Drehleiter. Wieder auf dem Boden kündigt eine Kinderstimme laut an: „Das war toll. Wir kommen jetzt jedes Wochenende!“

Weitere Extra-Führung: Noch Plätze frei für 10- bis 17-Jährige

Am Sonntag, 18. Mai, 10.30 - 12 Uhr, öffnet die Ulmer Feuerwehr für eine Besuchergruppe mit 10- bis 17-Jährigen ihre Tore. Das Ticket kostet 10 Euro, die an den guten Zweck gehen. Anmeldung per E-Mail an aktion100000@swp.de