Soziale Gastro in Ulm
: Das Canapé Café ist zurück

Vier Monate war das Canapé geschlossen, nun geht es weiter. Der Mittagstisch ist im Weststadthaus, Cafébetrieb am gewohnten Ort und es gibt zusätzliche Veranstaltungen.
Von
Stefanie Müller
Ulm
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Maria Gmeiner im Café Canapée.

Cafe Canape, Frau Gmeiner

Maria Gmeiner im Canapé Café. Am 6. Oktober wird es nach längeren Renovierungsarbeiten wieder geöffnet.

Archiv/Lars Schwerdtfeger
  • Canapé Café öffnet nach vier Monaten Schließung wieder – Cafébetrieb dienstags bis freitags.
  • Mittagstisch zieht ins WeststadtHaus: mehr Platz für gemeinsames Kochen und Begegnungen.
  • Grund für die Pause: maroder Untergrund, aufwendiger Neuaufbau des Bodens, Kosten rund 40.000 Euro.
  • Preise bleiben niedrig, solidarisches Konzept mit vegetarischem Essen für 3,50 Euro.
  • Veranstaltungen kehren zurück: Kulturabend ab 7. Oktober, Sonntagscafé ab 11. Oktober, Jubiläum am 4. November.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach vier Monaten Schließzeit ist das Canapé Café wieder zurück in der Weststadt – und zwar an zwei Orten zugleich. Während das Café selbst über die Winterzeit wie gewohnt dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, wird der Mittagstisch künftig im Weststadthaus zubereitet. „Dort hat das Team im Sommer neue Möglichkeiten entdeckt und möchte den Ort noch stärker als offenen Treffpunkt im Quartier etablieren“, sagt Maria Gmeiner vom Café.

Die lange Schließung des Canapé hatte vor allem bauliche Gründe. Unter dem Bodenbelag war der Untergrund zerbröselt, sodass sieben Zentimeter abgetragen und ein neuer Aufbau mit vier Zentimetern Estrich eingebracht werden mussten. „Der Umfang war viel größer als erwartet. Dadurch dauerten die Arbeiten länger und das hat auch die Kosten erhöht“, sagt Gmeiner. Insgesamt müsse das Projekt rund 40.000 Euro tragen. Zur Finanzierung werde dringend noch Unterstützung benötigt.

Gemeinsames Kochen

Einen wichtigen Beitrag leistete die UWS, die eine neue Fensterfront einbauen ließ. Gleichzeitig habe sich während des Sommers im Weststadthaus gezeigt, welches Potenzial in der größeren Küche steckt. Vor allem bei gemeinsamen Kochaktionen und beim Mittagstisch sei dort deutlich mehr Platz. Das Angebot im Weststadthaus richtet sich dienstags bis donnerstags von 11.30 bis 17 Uhr sowie freitags von 14 bis 17 Uhr an Gäste aus dem Quartier. Ziel sei es, den Ort noch stärker als Treffpunkt für Begegnung und Austausch zu nutzen – beim gemeinsamen Essen, bei einer Tasse Kaffee oder einfach zum Zusammensitzen.

Auch im Canapé selbst geht es weiter mit dem bekannten Konzept: Vormittags gibt es Frühstück, mittags Quiche, Salat, Bowl und Suppe, am Nachmittag Kaffee und Kuchen. So solle das Café ein gemütlicher Treffpunkt für verschiedene Tageszeiten bleiben. Besonders stolz ist das Team auf die Menschen, die hinter dem Projekt stehen: „Die älteste Suppenköchin ist 90 Jahre alt, da sind wir sehr stolz drauf.“

Aufgetischt

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Die Preise sollen deshalb weiterhin niedrig bleiben – vegetarisches Essen kostet 3,50 Euro. Das Konzept ist bewusst solidarisch angelegt: Wer mehr bezahlen kann, unterstützt damit andere Gäste. Eine große Eröffnung ist nicht geplant. Dafür fehlten schlicht die personellen Kapazitäten, um beide Einrichtungen parallel zu betreiben. Dennoch wird es in den kommenden Wochen Veranstaltungen geben: Ab 7. Oktober startet wieder 14-tägig der Kulturabend mittwochs, ab 11. Oktober das Sonntagscafé von 14 bis 17 Uhr.

Gefeiert wird dann am Mittwoch, 4. November, besonders groß – mit dem 15. Geburtstag des Canapé Cafés. Von 10 bis 22 Uhr soll es an diesem Tag ein umfangreiches Programm geben. Geplant sind Frühstücksbrunch, Suppe, Schupfnudeln, Kuchen, Musik und viele Begegnungen. Um 19.30 Uhr gratuliert zudem Marlies Blume, die bereits 2011 die Eröffnung des Canapé mitgestaltet hatte. Das Programm zum Jubiläum steht zwar noch nicht vollständig fest, doch eines ist jetzt schon klar: Willkommen sind alle.

Sonntagsöffnung an folgenden Terminen

11. und 25. Oktober,  8. und 22. November, 6. und 20. Dezember,  24. und 26. Dezember,  1. Januar, 10. und  24. Januar, 7. und 21. Februar, 7. und 21. März.