Schnee rund um Neu-Ulm
: Wintereinbruch sorgt für über 200 Polizeieinsätze

Im Gebiet der Polizei Schwaben Süd/West, zu dem der Kreis Neu-Ulm und das Allgäu zählen, hat der starke Schneefall zahlreiche Unfälle verursacht. Viele Fahrer seien zu schnell und mit Sommerreifen gefahren.
Von
Verena Eisele
Landkreis Neu-Ulm, Allgäu, Lindau
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Winterwetter Bayern: ARCHIV - 17.01.2024, Bayern, Straubing: Ein Fahrzeug vom Winterdienst streut Salz auf eine vereiste Straße. Regen, Schnee und Eis haben Straßen und Gehwege in weiten Teilen Deutschlands in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Vor allem im Süden und Südwesten gab es am Mittwoch viele Unfälle. (zu dpa: «400.000 Tonnen Streusalz stehen für Winterdienst bereit») Foto: Armin Weigel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Winterdienste waren im gesamten Zuständigkeitsgebiet der Polizei Schwaben/Südwest seit Donnerstagnachmittag im Dauereinsatz.

Armin Weigel/dpa
  • Starker Schneefall in Schwaben Süd/West führt zu über 200 Polizeieinsätzen.
  • 15 Verletzte und Sachschäden von über 400.000 Euro.
  • Viele Unfälle durch unangepasste Geschwindigkeit und Sommerreifen.
  • Polizei und Winterdienste im Dauereinsatz seit Donnerstag.
  • Appell an Verkehrsteilnehmer: Fahrweise den winterlichen Bedingungen anpassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der starke Schneefall am Donnerstag und Freitag (21./22. November) hat im Zuständigkeitsbereich der Polizei Schwaben Süd/West zu einem unerwartet hohen Unfallaufkommen geführt, wie das Präsidium am Freitagnachmittag mitteilte. Im gesamten Gebiet des Polizeipräsidiums, das den Landkreis Neu-Ulm, das Allgäu und Lindau umfasst, kam es zu über 200 wetterbedingten Einsätzen. Dabei wurden 15 Personen verletzt und Sachschäden von mehr als 400.000 Euro verzeichnet. Wie viele Unfälle im Kreis Neu-Ulm passiert sind, geht aus der Pressemitteilung nicht hervor. Die Pressestelle der Polizei war am Freitagnachmittag nicht mehr zu erreichen.

Polizei im Dauereinsatz

Besonders am Donnerstagnachmittag zwischen 16 Uhr und 22 Uhr sei die Polizei im Dauereinsatz gewesen. Allein an diesem Tag seien die Beamten zu über hundert rein witterungsbedingten Einsätzen ausgerückt, um rund 90 Verkehrsunfälle aufzunehmen und glatte Straßenabschnitte zu überprüfen und abzusichern. In vielen Fällen musste ein Winterdienst verständigt werden. Zudem mussten mehrere Fahrzeuge, die aufgrund der Witterung steckengeblieben waren, abgeschleppt werden. Gegen 22 Uhr hat sich laut Mitteilung die Lage allmählich entspannt, jedoch kam es auch am Freitagvormittag bis 13 Uhr zu weiteren 60 Unfällen. Viele dieser Unfälle seien auf nicht angepasste Geschwindigkeiten und den Gebrauch von Sommerreifen zurückzuführen.

Hohe Schäden und Verletzte

Während der Großteil der Unfälle zu Blechschäden führte, wurden 14 Personen leicht und eine Person schwer verletzt. Die Schäden summierten sich an beiden Tagen jeweils auf über 200.000 Euro.

Appell an Verkehrsteilnehmer

Die Polizei Schwaben Süd/West appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, ihre Fahrweise den winterlichen Bedingungen anzupassen. Ein defensiver Fahrstil mit angemessener Geschwindigkeit und größeren Abständen sei unerlässlich. Die Polizei bedankt sich in ihrer Mitteilung bei den Winterdiensten und Rettungskräften für ihre Unterstützung.