Denn aus dem selbstgefertigten Tisch wurde die nachhaltige Möbelmarke „Opa Erwin“. Sie ist eine Hommage an den verstorbenen Großvater, einen leidenschaftlichen Zimmermeister. Auch Bohners Vater Wolfgang ist Zimmermann. Er selbst ist nun auf Umwegen in die Branche eingestiegen.

Der Wunsch, etwas aufzubauen

Bohner studierte Maschinenbau und machte eine Ausbildung zum Industriemechaniker. Während des Masters hört er von „Start-ups“ und will fortan etwas Eigenes aufbauen. Er versucht vieles, was aber nicht klappen will. Dann brauchen er und seine Freundin einen Esstisch. Vater Wolfgang und er selbst machen sich an die Arbeit. Und plötzlich: „Da habe ich auf Biegen und Brechen eine Idee gesucht – und dann steht die Lösung vor mir.“ Heute gehören Ess- und Couchtische, Zeitungsständer, Wandregale, Uhren und Kerzenhalter zum Sortiment. „Ich wollte den Möbeln das hinzufügen, was mir bei anderen gefehlt hat: das Lokale, das Echte, das Handwerkliche, der Hauch von Wald.“ Wo der Hauch von Wald genau herkommt, liest man auf jedem Möbelunikat: Denn wenn die Bäume in den Wäldern bei Mengen im Landkreis Sigmaringen gefällt werden, trackt Bohner ganz einfach die Koordinaten. Später werden diese ins Holz geprägt.
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