Sägefeldschule in Wiblingen: Manege frei für 100 Kinder

Applaus für standfeste Artisten: Den Zirkuskünstlern der Sägefeld-Grundschule gelang es, die Laufbälle zu bezwingen und das Publikum zu begeistern.
Matthias Kessler- Zirkuswoche an der Sägefeld-Grundschule in Wiblingen: Unterricht in Tanz, Jonglage, Kugellauf.
- Abschluss im Zirkuszelt auf der Wiese beim Martinusheim in Wilbingen mit großer Vorführung.
- Rund 100 Kinder aus Klassen 1 bis 4 traten jahrgangsgemischt als Clowns und Akrobaten auf.
- Artista aus Schemmerhofen leitete das Projekt, gefördert durch das Startchancenprogramm.
- Rektorin: Andere Stärken zählen – Kinder wuchsen über sich hinaus, Zusammenhalt wurde gestärkt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die ganze Schule ein Zirkus. Das war bei der Grundschule der Sägefeldschule in Wiblingen der Fall, und zwar von Montag bis Freitag, vom 13. bis 17. Juli. Rund 100 Schülerinnen und Schüler der ersten bis zur vierten Klasse hatten in dieser Woche statt Unterricht in Mathematik und Deutsch vielmehr Unterricht in Tanz, Jonglieren und Kugellauf.
Manege frei hieß es am Freitagnachmittag (17. Juli). Dann präsentierten die Clowns und Akrobaten ihre Kunststücke vor großem Publikum, nämlich Eltern und Großeltern, Lehrkräften und Betreuern. Dafür gab es eine Aufführung in einem richtigen Zirkuszelt, das in Wilbingen auf der Wiese beim Martinusheim aufgebaut war. Das Zirkusprojekt wird von Mitgliedern des Zirkus „Artista“ aus Schemmerhofen (Landkreis Biberach) geleitet, der sich gerade wegen der Arbeit mit Kindern einen Namen gemacht hat.

Blumenkinder unter sich: Erst wurden die Blumen an langen Stöcken bewegt, dann wagten sich die Akrobaten in luftige Höhe.
Matthias KesslerKinder erleben sich beim Zirkusprojekt in einer anderen Rolle als sonst an der Schule, sagt Rektorin Cornelia Euchner. „Hier sind andere Qualitäten gefordert als beispielsweise gut zu rechnen oder fehlerfrei zu schreiben“, formuliert sie die Idee hinter dem Zirkusprojekt. Gerade Schüler, die sich sonst in der Schule schwertun, blühen dabei regelrecht auf. Schließlich sind andere Talente gefragt, zu schauspielern etwa oder auch, mutig zu sein. „Die Kinder erleben zusammen etwas Tolles und das ist wichtig für den Zusammenhalt an der Grundschule.“ Die finanzielle Förderung für die Zirkuswoche stammt aus dem Startchancenprogramm.
Kinder blühen regelrecht auf
Mutig sein, das war gefragt bei der Aufführung. Mit dem Diabolo jonglieren, auf einem Gymnastikball balancieren und dabei dem Partner Bälle zuwerfen, Kinder, die gemeinsam eine Pyramide bilden – das Können der Kinder entlockte den Zuschauern immer wieder ein „Wow“ und viel Applaus. Auffallend dabei waren neben den liebevoll gestalteten Kostümen und der stets passend ausgewählten Musik vor allem, wie sich kleine und große Artisten gegenseitig halfen. Denn in den Aufführungen ging es jahrgangsgemischt zu. Etwa bei den eleganten Blumenmädchen, die sich aufs Trapez in luftiger Höhe hinaufwagten und gegenseitig stützten. Für die 100 Kinder der Sägefeld-Grundschule gab es lang anhaltenden Applaus, der äußerst verdient war.

Junge Artistin ganz groß beim Zirkusprojekt an Sägefeld-Grundschule.
Matthias Kessler