Richtiger Sonnenschutz
: Immer mehr junge Menschen erkranken an Hautkrebs

Die Temperaturen steigen und laden zum Sonnen ein. Doch aufgepasst: Der richtige Sonnenschutz ist unerlässlich, um Hautkrebs vorzubeugen, besonders da die Fälle bei jungen Menschen besorgniserregend zunehmen.
Von
Verena Eisele
Biberach, Ulm
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Mineralisch wirkende Sonnencremes sollten im Zweifel chemischen vorgezogen werden. Wenn man Sonnenschutz mit Octocrylen über das Haltbarkeitsdatum hinaus benutzt, kann sich laut Apotheken Umschau das als krebserregend eingestufte Molekül Benzophenon bilden.

ILLUSTRATION - Auch die Frühjahrssonne hat schon ordentlich Kraft. Bevor man die Sonnencreme aus dem Vorjahr aufträgt, sollte man prüfen, ob sie noch haltbar ist. Foto: Christin Klose/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Endlich wieder Sonnenbaden. Doch Vorsicht: Der richtige Sonnenschutz ist essenziell. Denn wer ungeschützt in der Sonne bleibt, riskiert an Hautkrebs zu erkranken.

Christin Klose/dpa

Die Temperaturen steigen voraussichtlich die kommenden Tage wieder. Es könnte sein, dass man sich endlich wieder baden und sich sonnen kann. Dabei ist allerdings der richtige Sonnenschutz wichtig, um Hautkrebs vorzubeugen. Da Hautkrebsfälle vor allem bei jüngeren Menschen in den vergangenen Jahren besorgniserregend angestiegen sind, ruft die AOK Ulm-Biberach zur Vorsorge auf.

Die Anzahl an Neuerkrankungen unter AOK-Versicherten stieg zwischen 2018 und 2022 jährlich um etwa durchschnittlich 1,5 Prozent. 2022 bekamen im Alb-Donau-Kreis 309 Versicherte die Diagnose Hautkrebs, im Landkreis Biberach waren es 364 Versicherte. In ganz Baden-Württemberg wurden 2022 insgesamt 12.289 neue Fälle von Hautkrebs festgestellt, wovon etwas mehr als drei Prozent (403 Betroffene) unter 40 Jahre alt waren.

Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach, warnt vor diesem besorgniserregenden Anstieg, vor allem bei jungen Erwachsenen. Durch viele Sonnenurlaube, Sonnenbänke und Hobby-Aktivitäten im Freien seien Menschen vermehrt der Sonne ausgesetzt. Deshalb sollte man bereits als junger Mensch auf Sonnenschutz und regelmäßige Hautuntersuchungen achten. Hautkrebs ist oft das Ergebnis von übermäßiger UV-Strahlung, die Erkrankung wird meistens erst Jahre später sichtbar.

Sonnencreme und Schatten

Um Hautkrebs vorzubeugen, stehe an erster Stelle ein „sinnvoller Umgang mit der Sonne“: „Je heller die Haut, desto weniger UV-Strahlung verträgt sie“, erklärt Schwenk. Man solle die aggressive Mittagssonne vermeiden und sich vorwiegend im Schatten aufhalten. Selbst im Schatten kämen bis zu 50 Prozent der Sonnenstrahlung an, daher solle man sich auch dort mit Sonnencreme eincremen. Die Sonnencreme sollte mindestens Lichtschutzfaktor 20 haben und reichlich verwendet werden.

Hautkrebs, frühzeitig erkannt, ist in der Regel heilbar. Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebs-Screening beim Arzt. „Die Haut vergisst nicht. Daher sind frühzeitige Erkennung und Vorsorge entscheidend“, sagt Schwenk.