Reisetrends 2026: Mistwetter in Ulm sorgt für Andrang in den Reisebüros – wohin geht's?

Sonne und Wärme - zwei Dinge, die derzeit in Ulm Mangelware sind. Viele setzen deshalb auf Vorfreude und buchen Urlaub.
Sabrina Hentschel/DPA- Schmuddelwetter in Ulm treibt viele ins Reisebüro – Vorfreude aufs Buchen.
- Trends 2026: Kreuzfahrten, Griechenland, Mallorca, Kanaren; Nordland-Rundreisen.
- Beliebt: Italien ländlich; Exotik: Südafrika, Tansania, Namibia; Geheimtipp: Azoren.
- Reisen wird teurer; Frühbucherrabatte bis April; flexibel beim Flughafen spart.
- Alternative zu USA: Kanada; weniger überlaufen: Albanien, Montenegro, Slowenien, Georgien, Laos, Vietnam.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie schön wären ein wenig Wärme und Sonne. Wer zurzeit das Schmuddelwetter vor dem Fenster sieht, will am liebsten ganz weit weg. Das merkt man auch in den Ulmer Reisebüros – es ist viel los. Vorfreude ist eben die schönste Freude, also werden jetzt bei vielen Reisepläne gemacht. Wohin geht die Reise in diesem Jahr? „Allgemein stehen Kreuzfahrten hoch im Kurs und gewinnen insbesondere für Familien an Attraktivität. Zudem werden individuelle Angebote immer beliebter, wie Rundreisen in die nordischen Länder, etwa nach Norwegen“, sagt Matthias Seemüller, Leiter der ADAC-Geschäftsstelle und Reisebüro in Ulm.
Auch bei Elena Kanis im Südwest Presse + Hapag-Lloyd-Reisebüro zeichnen sich die ersten Trends für das Jahr 2026 ab: „Sehr gefragt sind Griechenland, Mallorca und die Kanaren. In den Wintermonaten zählen auch Fernreiseziele wie Thailand oder die Karibik zu den Favoriten.“ Matthias Seemüller ergänzt: „Auch die Liebe der Deutschen zu Italien ist 2026 ungebrochen. Statt der üblichen Städtetrips geht der Trend allerdings zu ländlichen Regionen, um Land und Leute besser kennenzulernen. Bei den exotischeren Zielen stehen Südafrika, Tansania und Namibia hoch im Kurs. Dort lassen sich wilde Tiere in freier Wildbahn erleben und die unberührte Natur genießen.“ Einen Geheimtipp hat Matthias Seemüller auch in petto: „Ganz stark im Kommen sind die Azoren. Sie überzeugen mit einem angenehmen Klima und einer wunderschönen Pflanzen- und Tierwelt.“
Reisen wird teurer
Nicht wegzudenken ist 2026 der klassische Strandurlaub in Ägypten, der Türkei oder in Griechenland. Diese Länder punkten mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Apropos: In den vergangenen Jahren sind die Preise für Urlaubsreisen stark gestiegen. Inflation und hohe Energiekosten haben Hotels und Flüge verteuert. Die Preisspirale dreht sich auch 2026 weiter, sagt Matthias Seemüller: „Unsere Kunden sind preisbewusster geworden, ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist entscheidend.“ In den Reisebüros gibt es momentan noch die Chance auf Frühbucherrabatte. „Am meisten sparen kann man für gewöhnlich im Januar, aber auch bis April kann man sich noch gute Angebote sichern. Sparen lässt sich auch, wenn man bei der Wahl des Flughafens flexibel ist. Liegt dieser in einem Bundesland, in dem gerade keine Ferien sind, kann das um einiges günstiger sein.“

Geheimtipp Azoren, hier der Blick auf Horta. Im Vordergrund ist die Bucht Porto Pim zu sehen.
Roswitha Bruder-Pasewald/dpa-tmn/dpaDie gleichen Erfahrungen macht Elena Kanis: „Klassische Pauschalreisen sind für viele Familien aktuell deutlich teurer geworden, was dazu führt, dass Preise stärker verglichen, Reisezeiten angepasst oder Alternativen gesucht werden.“ Trotzdem sind die meisten auf die Schulferien angewiesen. Gerade für Familien sind die Sommerferien erfahrungsgemäß die erste Wahl, „Aber in den vergangenen Jahren haben die Oster- und Pfingstferien in der Beliebtheit stark aufgeholt. Dies liegt daran, dass hier die Preise etwas niedriger sind als im Sommer. Zudem gibt es viele Destinationen, die bereits zu dieser Zeit mit schönem Wetter punkten können“, sagt Seemüller.
Wer nach Zielen sucht, die nicht so überlaufen sind, für den haben die Reiseexperten auch Tipps auf Lager: „Albanien oder Montenegro“, sagt Seemüller. „Slowenien oder Georgien. Im Fernreisebereich empfehlen wir Teile Südostasiens wie Laos oder weniger touristische Regionen Vietnams. Sie bieten beeindruckende Natur, Kultur und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei deutlich weniger Besucherandrang“, empfiehlt Elena Kanis.

Traumziel Kanada - hier der Lake Louise im Banff National Park.
Jeff Mcintosh/Canadian Press via ZUMA Press/dpaWas für viele, die Reisen buchen, derzeit auch mit Sorge gesehen wird, sind die Krisen und geopolitischen Spannungen in verschiedensten Ländern der Welt. „Die Entwicklungen wirken sich auch auf das Buchungsverhalten aus. Einige lassen sich davon verunsichern und verzichten auf bestimmte Regionen, andere fragen gezielt nach Sicherheitsaspekten“, sagt Elena Kanis. Konkrete Beispiele hat Matthias Seemüller: „Beispielsweise hat das Interesse an den USA in den vergangenen Monaten abgenommen. Als Alternative werden bei uns vermehrt Kanada-Reisen gebucht.“
Die Reisetrends 2026
Die meisten Deutschen verbringen ihren Urlaub am liebsten immer noch in Deutschland. Auf Platz zwei folgt Spanien, vor Italien und der Türkei. Der deutsche Reiseverband sieht für 2026 starke Umsatzzuwächse bei Kreuzfahrten und Fernreisen. Ein Trend, der ebenfalls im Kommen ist: kürzer und bewusster zu reisen.

