Raser- und Tuning-Szene: Polizei Ulm hat seit Oktober 16 Poser-Autos beschlagnahmt

Das Vorgehen der Polizei richte sich gegen eine kleine Gruppe rücksichtsloser Fahrer innerhalb der Raser- und Tuning-Szene.
Soeren Stache/dpa- Ulm: Polizei verschärft Kontrollen gegen Raser- und Poserszene nach Unfällen.
- EG „Posing“ eingerichtet, um Sicherheit auf Straßen nachhaltig zu erhöhen.
- Fokus auf illegale Rennen, Driften, laute Umbauten und illegale Fahrzeugtreffen.
- Maßnahmen treffen nicht die rechtstreue Tuning-Szene, sondern eine kleine Gruppe.
- Seit Oktober 2025: 23 Verfahren, 16 Pkw stillgelegt, 6 Führerscheine beschlagnahmt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach einer „besorgniserregenden Serie von schweren Verkehrsunfällen“
im vergangenen Jahr verschärft das Polizeipräsidium Ulm den Kontrolldruck auf
die sogenannte Raser- und Poserszene. Das berichtet das Polizeipräsidium Ulm in einer Pressemitteilung am Freitag.
Um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen, wurde die Ermittlungsgruppe (EG) Posing eingerichtet. Hintergrund der Maßnahmen sei die traurige Bilanz des vergangenen Jahres, in dem bei vier Raserunfällen insgesamt sieben Menschen ums Leben kamen.
Vorgehen richte sich gegen eine kleine Gruppe
Demnach richte sich die Arbeit der Polizei gezielt gegen Personen, die den öffentlichen
Verkehrsraum als Bühne für „gefährliche Selbstdarstellung“ missbrauchen. Die Polizei zählt hierunter illegale Kraftfahrzeugrennen, gefährliche Fahrverhalten (z.B. Driften), Lärmbelästigungen durch technische Veränderungen und auch illegale Fahrzeugtreffen.
„Die Maßnahmen richten sich nicht gegen Automobilbegeisterte oder die rechtstreue Tuning-Szene, die viel Zeit und Leidenschaft in ihre Fahrzeuge investiert“, wird Wolfgang Gerke, Leitender Polizeidirektor und Leiter der Schutzpolizeidirektion, in der Pressemittelung zitiert.
Es gehe dabei um jene kleine Gruppe, die durch massives Fehlverhalten die Sicherheit und Ruhe der Allgemeinheit gefährdet. „Wer den Straßenverkehr zur Rennstrecke umfunktioniert, muss mit der vollen Härte des Gesetzes und der Beschlagnahme seines Fahrzeugs und Führerscheins rechnen.“
Einsätze hätten bereits Wirkung gezeigt
Der Ansatz habe sich bereits in den ersten Monaten bewährt. So konnten laut Polizei seit Oktober 2025 insgesamt 23 Ermittlungsverfahren wegen illegalen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet werden, 16 Pkw aus dem Verkehr gezogen und sechs Führerscheine beschlagnahmt werden.
Auch Fahrzeugführende, die an nicht angemeldeten illegalen Carmeets teilnehmen und dazu beitragen, dass es zu Verkehrsbehinderungen, Müllablagerungen und Fahrzeuglärm kommt, müssen mit „harten Konsequenzen rechnen“.
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