Radio Donau 3 FM: Ulmer Sender gewinnt deutschen Radiopreis

Die Ulmer Preisträgerin Sabrina Gander mit ihrem Laudator Michael Kessler beim Deutschen Radiopreis in Hamburg.
Morris Mac Matzen/NDREs war eine halbe Stunde Radio, die den Hörern im Gedächtnis blieb. Anfang März sprach Moderatorin Sabrina Gander in ihrem Sonntagstalk „Sabrina trifft . . .“ auf Donau 3 FM mit dem Bestatter Daniel Streidt. Der erzählte, was er bei seinem Hilfseinsatz in der Türkei nach dem verheerenden Erdbeben im Februar erlebt hatte.
Nun ist die Ulmer Journalistin mit dem Deutschen Radiopreis für das „Beste Interview“ des Jahres 2023 ausgezeichnet worden. Überreicht wurde ihr der Preis von Comedian und Schauspieler Michael Kessler am Donnerstagabend (07.09.2023) im Hamburger Musicaltheater Neue Flora.
Ulmer Sender gewinnt erstmals Deutschen Radiopreis
Der Preis wurde in zehn Kategorien vergeben, die Sieger wurden von der unabhängigen Jury des Grimme–Instituts aus mehr als 450 eingereichten Beiträgen ausgewählt. Für den Ulmer Sender Donau 3 FM ist es der erste Deutsche Radiopreis in seiner 20–jährigen Geschichte.
Die Verleihung des Preises in Hamburg ist eine große Show, die von Katrin Bauerfeind und Thorsten Schorn moderiert wurde. Unter den Laudatorinnen und Laudatoren waren Prominente wie Silke Büdenbender, Sebastian Fitzek und Aminata Belli.
Die Jury lobte Sabrina Ganders Interview mit Daniel Streidt als „unvergesslichen Höreindruck“. Der Bestatter aus Illertissen habe sich „von der Seele geredet“, was er in der Türkei erlebt habe. Streidt hatte sich mit 16 anderen deutschen Bestattern auf den Weg in das Katastrophengebiet gemacht, mit Alukoffer, dicken Schuhen und gefütterten Handschuhen im Gepäck. Vor Ort erwarteten ihn die die grausamsten Bilder, die er bislang erlebt und gesehen hat — was er dann im Radio eindrücklich schilderte.
