Psychotherapeuten demonstrieren in Ulm: Trauerzug um Kürzung des Honorars

Das war die Demo am 19. April in Ulm. Psychotherapeutinnen und ihre Kollegen wehren sich gegen die Honorarkürzung, die seit1. April gilt.
Matthias Kessler- Psychotherapeuten protestieren bundesweit gegen Honorarkürzungen und warnen vor Folgen.
- In Ulm ist am Samstag, 13. Juni, ab 14 Uhr an der Wasserpromenade eine Aktion geplant.
- Geplant ist ein Trauerzug mit Sarg, Geigenspiel und einem Kondolenzbuch – Übergabe an Nina Warken.
- Auslöser ist die Entscheidung vom März 2026: Vergütung sinkt um 4,5 Prozent.
- Kritik trifft auch den Entwurf zur Beitragsstabilisierung, befürchtet werden weitere Einbußen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Aktionsbündnis Psychotherapie ruft zum bundesweiten Protesttag auf. In Ulm findet am Samstag, 13. Juni, ab 14 Uhr an der Wasserpromenade in der Hirschstraße eine Aktion statt. In Form eines Trauerzuges demonstrieren Psychotherapeutinnen und -therapeuten für den Erhalt der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung. Das bei der Veranstaltung ausliegende „Kondolenzbuch“ soll an Gesundheitsministerin Nina Warken übergeben werden, teilen die Veranstalter mit.
Auslöser der Proteste war die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses im März 2026, die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen um 4,5 Prozent zu kürzen. Für viele Praxen bedeute dies erhebliche wirtschaftliche Belastungen bis hin zur Existenzgefährdung. Gegen die Entscheidung hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung Klage eingereicht.
Erhebliche finanzielle Einbußen
Zusätzliche Kritik richtet sich gegen den Entwurf eines Gesetzes zur Beitragsstabilisierung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Nach Einschätzung des Aktionsbündnisses könnten die vorgesehenen Maßnahmen weitere erhebliche finanzielle Einbußen für psychotherapeutische Praxen nach sich ziehen.
Die Protestierenden warnen vor den Folgen für Patienten und Behandelnde. Eine weitere Schwächung der ambulanten Versorgung würde die Behandlung psychischer Erkrankungen erschweren, heißt es.

