Patrick Wielands „Gästeliste“ zog deutlich mehr als 100 Musikfans ins Roxy. Sie erlebten, was drei Vollblutmusiker und drei junge Talente bewegen können, wenn sie sich zuvor an zwei Tagen „14 Songs ins Hirn geblasen haben“, wie der Gastgeber betonte.
Mit dem Bassisten Martin Stumpf und Martin Meixner an den Keyboards hatte der „Voice of Germany“-Gitarrist Wieland bewährte Weggefährten am Start, zudem mit Eliyah Mayr seinen hoch talentierten Sohn an den Drums. Los ging’s mit Léon Rudolf, der mit seinem Soloprojekt „Lemony Rug“ als Songwriter noch einmal deutlich Fahrt aufgenommen hat. In die innigen Folksongs des Neu-Hamburgers fließen nun auch Elemente des Indierock und des süffigen Pop ein. Radiotaugliche Songs wie „All It Is“ oder „Unpack Your Bags“ funktionieren auch live ganz wunderbar.
Luca Göpper – Künstlername: Luke Noa – ist inzwischen auf der Bühne ein echtes Energiebündel. Klasse Stimme, starke Songs, cooler Typ – das Paket stimmt, neben Folk und Rock kann der Biberacher mit Wahlheimat Berlin auch Soul und Blues. Die „Femme Fatale“ wurde so zum psychedelisch aufgemischten Highlight, in dem auch Patrick Wieland seine Klasse zeigte. Mit „All Good“ setzte Strahlemann Léon auf Folk-Optimismus und unterstützte in „Roccastrada“ den Kollegen Luke am Mikrofon. Da passte alles zusammen bei den beiden „Junge Ulmer Kunst“-Preisträgern, die den Abend vom Publikum gefeiert beendeten.

Info Am diesem Samstag kann man in Laupheim das Programm der „Gästeliste #11“ noch einmal im Kulturhaus Schloss Großlaupheim ab 20 Uhr live erleben. Außerdem wird am Donnerstag, 18. November, im Roxy die Doku der „Lockdown Sessions“ gezeigt, bei denen auch Patrick Wieland, Lemony Rug und Luke Noa starke Akzente setzten.