Polizeieinsatz in Ulmer Schulzentrum: 15-Jähriger dringt in Schule ein und greift 17-Jährigen an

Einen größeren Polizeieinsatz gab es am Dienstag (27.1.) in einem Schulzentrum in Ulm (Symboldfoto).
Soeren Stache/dpa- Polizeieinsatz in Ulm: 15-Jähriger drang ins Schulzentrum ein und griff einen 17-Jährigen an.
- Schüler hielten den Angreifer fest, Polizei nahm ihn fest; es war kein Messer im Spiel.
- Keine Hinweise auf Amoktat, keine Gefahr für andere Personen laut Polizei.
- Der 15-Jährige äußerte sich nicht zum Vorfall, wurde nach Vernehmung entlassen.
- Polizei warnt vor Verbreitung von Fotos/Videos des Vorfalls, um Fake News zu vermeiden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Diesen Vorfall haben viele Schülerinnen und Schüler mitbekommen – und in Ulm machte schnell das Gerücht eines Amoklaufes die Runde: Am Dienstagvormittag (27.1.) gegen 10 Uhr ist ein 15-Jähriger, der dort nicht zur Schule geht, ins Schulzentrum am Kuhberg eingedrungen und hat versucht, einen 17-Jährigen anzugreifen. Mehrere Schüler gingen laut Polizei aber dazwischen, trennten die beiden und hielten den Eindringling fest, bis die zwischenzeitlich verständigte Polizei eintraf. Diese rückte mit mehreren Streifen an, da es hieß, der Jugendliche habe ein Messer dabei.
Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Die Beamten konnten den 15-Jährigen festnehmen. Wie sich herausstellte, hatte er kein Messer dabei. „Nach derzeitigem Stand bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für Personen“, teilt die Polizei mit. Und weiter: „Derzeit liegen keine Hinweise auf eine Amoktat vor.“ Der 15-Jährige wird derzeit im Präsidium in Ulm vernommen. Die Polizei hofft, in den weiteren Ermittlungen klären zu können, was der Jugendliche überhaupt in der Schule wollte, ob er gezielt den 17-Jährigen angegriffen hat oder ob es sich um ein „Zufallsopfer“ handelte. Unklar ist bisher auch noch, wie genau der 15-Jährige den Älteren attackiert hat.
Angreifer verweigert die Aussage
Wie die Ulmer Polizei am Nachmittag sagte, habe sich der 15-Jährige bei seiner Vernehmung nicht zu dem Vorgang geäußert. „Er macht keine Angaben“, sagte eine Sprecherin. Das sei aber wegen des Aussageverweigerungsrechts bei Beschuldigten in Strafverfahren nicht unüblich. Nach der Befragung im Präsidium habe man den jungen Mann wieder laufen lassen.
Amokalarm der Ulmer Schule nicht ausgelöst
Der schuleigene Amokalarm sei seines Wissens nicht ausgelöst worden, teilt ein Sprecher der Polizei auf Anfrage der Redaktion mit. Er bittet darum, die mutmaßlich zahlreichen Fotos und Videos, die von Schülerinnen und Schülern von dem Vorfall aufgenommen worden sind, nicht ins Internet hochzuladen und nicht zu verbreiten. „Um Fake News vorzubeugen, sollte man das definitiv nicht machen. Man weiß nie, wo die Aufnahmen landen, wie diese weiter bearbeitet werden."
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