Polizeieinsatz in Neu-Ulm: Drei Festnahmen nach Raubüberfall in Offenhausen

Am 30. Juni zog die Polizei in Offenhausen starke Kräfte zusammen, wie hier an der Esso-Tankstelle.
Niko Dirner- Drei Männer (20–22) nach bewaffnetem Raub in Neu-Ulm festgenommen, ein Täter flüchtig.
- Tat am 30. Juni: Opfer mit Schreckschusspistolen bedroht, Bauchtasche erbeutet.
- Ermittlungen wegen schweren Raubes, Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz.
- Polizei fand bei Durchsuchungen Softair-Waffen, Kleidung und Datenträger.
- Haftbefehle erlassen, Suche nach viertem Verdächtigen läuft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vier Wochen nach dem bewaffneten Raubüberfall in Offenhausen hat die Polizei drei Tatverdächtige im Alter zwischen 20 und 22 Jahren festgenommen.
Am Abend des 30. Juni wimmelte es nur so von Polizeifahrzeugen im ansonsten beschaulichen Neu-Ulmer Stadtteil Offenhausen. Der Auslöser: Ein bewaffneter Raubüberfall in der Martin-Luther-Straße. Anhand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen konnte der Tathergang zwischenzeitlich größtenteils rekonstruiert werden.
Wie die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, saßen an diesem Montagabend gegen 20 Uhr zwei 19-Jährige in ihrem Auto auf einer Wendeplatte, als plötzlich ein weiteres Fahrzeug mit vier Männern vorfuhr. Laut Polizei, die vier Täter. Die Insassen stiegen aus und bedrohten die beiden jungen Männer mit Schusswaffen. Ihr Ziel: die Bauchtasche eines der Opfer. Als deren Besitzer daraufhin selbst eine Pistole zog, eskalierte die Situation und mindestens einer der Täter gab einen Schuss ab. Schließlich rissen die Angreifer dem 19-Jährigen die Bauchtasche weg.
Ermittlungen wegen schweren Raubs
Auch der zweite 19-Jährige wurde attackiert: Er wurde aus dem Auto gezogen und mehrfach geschlagen. Die Täter versuchten auch, ihm seine Bauchtasche zu entreißen, jedoch ohne Erfolg. Der junge Mann konnte verletzt fliehen. Die vier Täter entkamen mit ihrer Beute, bevor die Polizei eintraf. Nach aktuellem Stand handelte es sich bei den eingesetzten Schusswaffen um Schreckschusspistolen und um Knallpatronen.
Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm übernahm gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Memmingen die Ermittlungen wegen schweren Raubes, Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Im Zuge dessen wurden nun drei Tatverdächtige ermittelt. Bei ihnen sowie beim 19-Jährigen, der ebenfalls eine Schusswaffe mit sich führte, vollzog die Polizei Durchsuchungsbeschlüsse. Am frühen Morgen des 29. Juli durchsuchte die Polizei mit Unterstützung von Spezialeinheiten aus Baden-Württemberg und Bayern sowie weiteren Polizeikräften mehrere Wohnungen in Neu-Ulm und Ulm. Alle Tatverdächtigen konnten angetroffen werden.
Bei den Durchsuchungen sicherten die Beamten unter anderem Datenträger, Softair-Pistolen und Kleidung. Die drei Tatverdächtigen des schweren Raubes im Alter von 20 bis 22 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Noch am selben Tag erließ eine Ermittlungsrichterin auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen Haftbefehle gegen die Männer, die inzwischen in Justizvollzugsanstalten untergebracht wurden.
Die Polizei ermittelt weiterhin, insbesondere zum Hintergrund der Tat und zur Identität des vierten Täters, der noch flüchtig ist.

