Pfefferspray-Kurs in Hüttisheim: Kleines Spray mit großer Wirkung

Jürgen Rampf bietet im Kulturstadl in Hüttisheim Pfefferspray-Kurse an. Auf Anfrage bietet er auch Kurse in Schulen und Vereinen an.
Nadine Wilmanns- Jürgen Rampf bietet Pfefferspray-Kurse in Hüttisheim an, auch für Schulen und Vereine.
- 10-15 Teilnehmer lernen in dreistündigen Kursen den Umgang mit Pfefferspray.
- Der Kurs umfasst praktische Übungen und rechtliche Grundlagen.
- Kurskosten betragen 79 Euro; nächster Kurs am 15. Februar.
- Anmeldeschluss ist der 6. Februar, Tel.: (0162) 1967795.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der tödliche Messerangriff in Aschaffenburg oder der Anschlag in Magdeburg: „Vorfälle wie diese haben dazu geführt, dass vermehrt auch junge Menschen unseren Kurs besuchen“, sagt Jürgen Rampf. Seit einem Jahr bietet der 41-Jährige, der hauptberuflich Polizist ist, im Kulturstadl in Hüttisheim Pfefferspray-Kurse an. „Mittlerweile kommen schon 14-Jährige. Die Eltern befürworten das“, berichtet Rampf, der als Einsatztrainer junge Beamte an der Polizeihochschule in Biberach ausbildet. Mit den Pfefferspray-Kursen bildet er auch Zivilisten aus. Zwischen zehn und 15 Teilnehmende lernen in einem dreistündigen Kurs den richtigen Umgang mit einem Pfefferspray. Dabei gibt es einen praktischen, aber auch einen theoretischen Teil.
„Im Notfall benötigt man einen schnellen Zugriff“
Denn Pfeffersprays sind zwar legal, müssen aber als „Tierabwehrsprays“ gekennzeichnet sein und dürfen bei Menschen nur in Notwehrsituationen eingesetzt werden. Es gibt strenge Vorschriften hinsichtlich der Verwendung, weshalb zum Kurs eine Rechtsschulung gehört. „Beim Einsatz von Pfefferspray muss klar erkennbar sein, dass ich angegriffen werde.“ Viele Frauen hätten das Spray in ihrer Tasche. „Ein Fehler, im Notfall benötigt man einen schnellen Zugriff.“ Besser sei es, das Spray in der Jacke zu haben.
Pfefferspray mit ballistischem Strahl
Schutz bieten laut Rampf die drei „L“ – Lärm, Leute und Licht. Im Kurs zeigt er den Teilnehmenden auch Schlag- und Schutztechniken, wie die Hammerfaust oder den Passivblock, bei dem man lernt, seinen Kopf gegen Schläge zu schützen. Allerdings genüge das Pfefferspray oft schon als Beschwichtigungsgeste. „Die Verwendung sollte immer das letzte Mittel sein.“ Zu Übungszwecken wird im Kurs ein harmloses Wasserspray benutzt. Für den Ernstfall bekommen die Teilnehmenden ein Pfefferspray zum Mitnehmen.
„Das Pfefferspray hat einen ballistischen Strahl, ähnlich wie bei einer Wasserpistole.“ Die Trefferquote und die Zielgenauigkeit seien damit höher als bei einem Pfeffernebel. Der Kurs kostet 79 Euro und findet in Kooperation mit dem FC Hüttisheim statt. Der nächste Kurs findet am 15. Februar von 14 Uhr bis 17 Uhr in der Hauptstraße 29 im Kulturstadel in Hüttisheim statt. Anmeldeschluss ist der 6. Februar unter Tel.: (0162) 1967795.

Das Pfefferspray TW 1000 hat einen ballistischen Strahl. Die Trefferquote und die Zielgenauigkeit sind laut Rampf damit besonders hoch.
Nadine Wilmanns