Organisiertes Verbrechen
: Nach Großrazzia sind neun Personen in U-Haft

Ende März hatten Ermittler 31 Objekte, auch im Landkreis Neu-Ulm, durchsucht, um gegen eine Drogenbande vorzugehen. Dabei wurden große Mengen an Betäubungsmitteln sowie Waffen sichergestellt.
Von
swp
Landkreis Neu-Ulm
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Polizei Rheinland-Pfalz: ARCHIV - 06.02.2024, Rheinland-Pfalz, Mainz: Polizeikräfte führen in der Innenstadt von Worms einen Einsatz durch. (Symbolbild) (zu dpa: «Größerer Polizeieinsatz in Worms - Durchsuchung in Gebäude») Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ende März hatte die Polizei in den Landkreisen Neu-Ulm, Unter-, Ost- und Oberallgäu, in Memmingen und Kaufbeuren und im benachbarten Baden-Württemberg sowie im Raum Rosenheim und Fürstenfeldbruck insgesamt 31 Objekte durchsucht.

Arne Dedert/dpa
  • Große Razzia gegen mutmaßliche Drogenbande: 31 Objekte in Bayern und BW durchsucht.
  • Neun Personen sitzen in Untersuchungshaft, eine weitere wurde gegen Auflagen entlassen.
  • Sichergestellt wurden u. a. Kokain, Amphetamin, Ketamin, Haschisch sowie Kriegswaffen und Munition.
  • Ermittlungen begannen im Juli 2025 nach Fund von zwei Kilo Amphetamin bei einer 34-Jährigen.
  • Vier Männer aus dem Allgäu sollen Drogen kiloweise bezogen und vor allem regional verkauft haben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einer großangelegten Razzia waren Polizei und Justiz Ende März gegen eine mutmaßlich bandenmäßig organisierte Gruppe von Drogenhändlern vorgegangen. Dabei wurden sechs deutsche Tatverdächtige festgenommen, gegen die Haftbefehle vorlagen. Wie die Polizei jetzt mitteilt, wurden diese Haftbefehle nun in Vollzug gesetzt. Außerdem wurden bei der Razzia vier weitere deutsche Personen festgenommen. Auch gegen diese wurden Haftbefehle erlassen. Lediglich einer davon wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt, sodass sich nun neun Personen in verschiedenen Vollzugsanstalten in Bayern in Untersuchungshaft befinden.

Ihren Ausgangspunkt nahmen die Ermittlungen laut einer Mitteilung der Polizei im Juli 2025, als bei einer polizeilichen Maßnahme der Kriminalpolizei Heilbronn zwei Kilogramm Amphetamin bei einer 34-jährigen Tatverdächtigen sichergestellt wurden. Die Spur führte zu einer Gruppierung ins Allgäu.

Diese bestand im Kern aus vier Männern im Alter zwischen 25 und 37 Jahren. Diese stehen im Verdacht, kiloweise Kokain, Amphetamin, Ketamin und Marihuana aus dem In- und Ausland bezogen zu haben. Dieses sollen sie anschließend überwiegend im Allgäu, aber auch in Baden-Württemberg verkauft haben.

Mehrere Kilo Drogen sowie diverse Waffen wurden gefunden

Bei den Durchsuchungen fanden die Beamten insgesamt rund ein Kilo Kokain, neun Kilo Amphetamin, sieben Kilo Ketamin, zwölf Kilo Haschisch sowie mehrere Marihuanaplantagen und weitere kleinere Mengen von diversen verbotenen Substanzen. Außerdem wurden zwei Kriegswaffen, eine scharfe Pistole und Munition sowie eine Vielzahl an Mobiltelefonen und Datenträgern sichergestellt.

Wegen der Gefährdungslage waren Spezialkräfte bei der Durchsuchung von vier Objekten eingesetzt. Darüber hinaus waren zahlreiche Kräfte der Bereitschaftspolizei und des Bayerischen Landeskriminalamts sowie der zuständigen Kriminalpolizeidienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West beteiligt. Zudem unterstützten Kräfte der Kriminalpolizeiinspektionen Rosenheim und Fürstenfeldbruck sowie der Polizeipräsidien Ravensburg und Ulm den Einsatz.