Online-Schutz für Kinder: Ulmer Psychiater Jörg Fegert leitet EU-Gremium zu Social-Media-Verbot

Jörg Fegert vom Universitätsklinikum Ulm leitet eine EU-Expertengruppe zum in Brüssel diskutierten Social-Media-Verbot.
Sebastian Gollnow (l.)/Elisa Schu (beide dpa)- Ulmer Psychiater Jörg Fegert leitet EU-Expertengruppe zu Social-Media-Verbot.
- Auftrag der EU-Kommission, gemeinsam mit einer französischen Kollegin.
- Ziel: Online-Schutzmaßnahmen für Minderjährige beraten und empfehlen.
- Nationale Alterskontrollen dürfen nicht ohne EU auferlegt werden.
- Vorschläge der Expertengruppe sollen spätestens im Sommer vorliegen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Forscher Jörg Fegert vom Universitätsklinikum Ulm leitet im Auftrag der Europäischen Kommission gemeinsam mit einer französischen Kollegin eine EU-Expertengruppe zum in Brüssel diskutierten Social-Media-Verbot. Der ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie berät gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen über mögliche Online-Schutzmaßnahmen für Minderjährige.
Die Empfehlungen der Fachleute könnten auch für die deutsche Debatte über ein Social-Media-Verbot für Kinder entscheidend sein. Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die Online-Plattformen kaum herum.
Tiktok, Snapchat, Instagram und Co. Regeln vorzuschreiben und sie durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission. Deutschland und andere Mitgliedsländer dürfen den großen Plattformen allein also gar keine zusätzlichen Pflichten, etwa zur Alterskontrolle, auferlegen.
Experten-Vorschläge spätestens im Sommer
Spätestens im Sommer sollen die Experten aus verschiedenen Disziplinen – darunter Kinderrechte, Gesundheit und IT – Vorschläge für Schutzmaßnahmen vorlegen, wie die Europäische Kommission mitteilte.

Pro & Contra:
Sollte „Social Media“ für Kinder und Jugendliche verboten werden?
SPD und CDU wollen die Nutzung von Instagram, Tiktok und Co. für Kinder bis 14 Jahre verbieten. Doch nutzt ein solches Verbot wirklich?