Ohne Ticket im Zug: Schwarzfahrer leistet Widerstand gegen Polizei

Aus dem Zug zu steigen schien für einen 40-Jährigen am Ulmer Hauptbahnhof eine große Herausforderung zu sein.
Daniel Karmann/dpaWie die Polizei mitteilt, hat sie am Freitag, 30.08.2024, und Samstag, 31.08.2024, am Ulmer Hauptbahnhof einen besonders rabiaten Schwarzfahrer angetroffen. Demnach wurde der 40-Jährige am Freitagabend gegen 20.30 Uhr in einem Fernzug aus Augsburg kontrolliert. Da der deutsche Staatsangehörige bisherigen Ermittlungen zufolge kein gültiges Ticket vorweisen konnte und sich zudem weigerte, den ICE beim Halt am Ulmer Hauptbahnhof zu verlassen, wurde die Bundespolizei informiert.
Der Mann verhielt sich gegenüber der Streife äußerst unkooperativ und verließ nur widerwillig mit dieser den Zug. Auf dem Bahnsteig dann versuchte er, beim Schließen der Türen erneut in den Zug zu springen. Die Einsatzkräfte konnten ihn jedoch festhalten. Weil sich der wohnsitzlose Mann mehrmals wehrte, aufs Revier gebracht zu werden, musste er schließlich gefesselt werden.
Mann fährt kurze Zeit später wieder schwarz
Doch nur wenige Stunde später, am Samstag gegen 0.30 Uhr, fuhr eben dieser Mann erneut schwarz. Dieses Mal befand er sich, wohl wieder ohne Ticket, in einem Zug von Stuttgart nach Ulm und soll sich geweigert haben, den Zug zu verlassen. Obwohl er vom Zugpersonal und der alarmierten Polizeistreife mehrfach aufgefordert wurde, den ICE am Ulmer Hauptbahnhof zu verlassen, tat er das nicht. Deshalb brachten ihn die Polizisten aus dem Zug, wogegen er sich widersetzte. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und des Erschleichens von Leistungen.
