ÖPNV-Streik in Ulm
: Viele Busse und Straßenbahnen fallen aus – die Auswirkungen im Liveticker

LiveViele Menschen in Ulm und Neu-Ulm dürften vom SWU-Warnstreik betroffen sein. Pünktlich zum Ende der Osterferien fallen zahlreiche Busse und Bahnen aus. Wir begleiten die Lage im Liveticker.
Von
Laura Mensch, Christian Wille
Ulm/Neu-Ulm
ÖPNV-Streik in Ulm - viele Busse und Straßenbahnen fallen aus und etliche Menschen sind von den Verzögerungen betroffen und kommen zu spät zur Schule oder zur Arbeit.

Warnstreik im Nahverkehr in Ulm am Montag, 13. April.

Alexander Kern

In Baden-Württemberg und Bayern enden die Osterferien: Für Schülerinnen und Schüler beginnt wieder der Unterricht, viele Berufstätige kehren ins Büro zurück. Ausgerechnet zum Wochenstart ruft die Gewerkschaft Verdi die Stadtwerke Ulm (SWU) zu einem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr auf – am Montag und Dienstag (13. und 14. April). Viele Menschen, die auf Busse und Bahnen angewiesen sind, müssen sich daher auf erhebliche Einschränkungen einstellen.

Bus- und Bahn-Streik in Ulm

Nach Angaben der SWU sind die Linien 1, 2, 4, 5, 7, 10, 11, 15 und E betroffen. Auf den Linien 10 und 15 fallen zudem einzelne morgendliche Verstärkerfahrten aus. Auch auf den Straßen dürfte sich die Situation zuspitzen. Wie ist die Lage an den Haltestellen und im Berufsverkehr auf den Straßen in Ulm und Neu-Ulm? Wir berichten live.

Sind Sie betroffen?

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Der Streik im Video

Das sagt die SWU

Wie die SWU unserer Zeitung auf Anfrage mitteilt, schlägt sich der Streik in einem deutlich reduzierten Fahrtangebot nieder. Die unter swu.de/verkehr veröffentlichten Fahrpläne für heute geben ein Bild darüber, welche Linien fahren und welche Taktungen angeboten werden.

Schwerpunkt der Kompensation waren die beiden Straßenbahnlinien. Zudem tragen die Subunternehmer zu einem wesentlichen Teil zu einer Entlastung bei. Allein deshalb sind die Linien 6, 8, 9, 10 (großteils), 12, 13, 14 und 15 (großteils) nicht betroffen. Die Rückmeldungen der Kundschaft seien gemischt. Sie reichen von konkreten Nachfragen zum Fahrtangebot bis hin zu Unverständnis über den Streik selbst.

Kein Verständnis für Streik nach den Ferien

Zum Streik selbst hat Ralf Gummersbach, Geschäftsführer SWU mobil, bereits in einer Pressemitteilung vom Freitag deutlich Stellung bezogen. Die SWU rechnet damit, dass der Fahrplan wie angekündigt umgesetzt werden kann. Tag zwei soll in ähnlicher Form ablaufen. Die Fahrpläne für morgen werden im Laufe des Tages bereitstehen und veröffentlicht werden.

Ralf Gummersbach, Geschäftsführer der SWU mobil GmbH, bezieht zum zweiten Warnstreik Stellung: „Es ist aus unserer Sicht vollkommen unverständlich, warum noch vor der zweiten Verhandlungsrunde ein zweiter Warnstreik zum Schulbeginn nach den Ferien und gleichzeitig zum Beginn des Sommersemesters angekündigt wird. Zuletzt versprach ver.di noch, den Schul- und Studentenverkehr nicht beeinträchtigen zu wollen. Diese Aussage hat sich nun offensichtlich geändert, ohne dass weiterverhandelt wurde. Unverändert hingegen bleibt unsere Position, dass Forderungen von 18 Prozent mehr Lohn in der aktuellen wirtschaftlichen Situation weder realistisch noch verhältnismäßig sind. Selbstverständlich stehen wir zum Termin zur zweiten Verhandlungsrunde und sind offen für ein konstruktives Gespräch.“

Hektik bei manchen Pendlern

Eine 23-jährige Pendlerin hetzt zu ihrem Zug, sie muss Richtung Kempten und hat nicht viel Zeit zu reden. Der Bus, den sie normalerweise nimmt, sei heute früh ausgefallen. Sie hatte aufs Fahrrad umsteigen müssen, um zum Bahnhof zu kommen. „Was für ein Stress!“

Busse fahren mit größerer Taktung

Recht leer ist es an der Haltestelle Egertweg. Normalerweise fahren hier im 5-Minuten-Takt entweder Busse der Linie 4 oder die Straßenbahnlinie 1. Heute früh ist der Takt eher alle 10 bis 20 Minuten, laut Anzeigetafel fahren aber sowohl Busse als auch Bahnen.

Leere bei der Haltestelle Egertweg am Montagmorgen während des ÖPNV-Streiks.

Leere bei der Haltestelle Egertweg am Montagmorgen während des ÖPNV-Streiks.

Kerstin Auernhammer