Obstwiesenfestival 2025: Auch am Samstag kommen wieder tausende Besucher zum Lerchenberg

Ein schöner Abend mit guten Freunden: Auch das bedeutet das Obstwiesenfestival für viele, wie beispielsweise für die fünfköpfige Gruppe um Marie Schäfer aus Stuttgart (Mitte, links) und die drei Freundinnen Sarah, Renée und Jule aus Ulm und Oldenburg (unten links, v.l.n.r.).
Verena Eisele- Obstwiesenfestival 2025 lockt je 12.000 Besucher pro Abend nach Dornstadt – ausgelassene Stimmung.
- Freundesgruppen und Familien genießen Musik, Essen und Aktivitäten bei kühlem, aber trockenem Wetter.
- Bands wie „Deki Alem“ und „Gewalt“ sorgen für Stimmung, Besucher loben Nähe und unkomplizierte Wege.
- Festival finanziert sich durch Essens- und Getränkeverkauf – Team zeigt sich „sehr zufrieden“.
- Keine Zwischenfälle, harmonische Atmosphäre – Abbau läuft, abschließende Bilanz nach Rechnungsprüfung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Musikboxen wummern, die Gesichter glitzern. Ein kleines Mädchen wirft zwei Luftballons in die Luft, gelb und rot, lachend springt sie ihnen hinterher. Sehr zum Vergnügen ihres kleinen Bruders, der sie von seinem Liegestuhl aus beobachtet. Neben ihnen haben zahlreiche Kinder eine Art überdimensionale Liege zur Rutsche umfunktioniert. Unermüdlich klettern sie das Nylon hinauf und rutschen es kreischend wieder herunter.
Es ist Samstag, 19 Uhr, der zweite Abend des Obstwiesenfestivals (OWF) auf dem Lerchenberg in Dornstadt ist in vollem Gange. Ab und zu blitzt durch den wolkenverhangenen Himmel das Abendrot, die Menschen tragen Fleecepullover, lange Hosen und teils sogar Mützen. Um die 15 Grad sind es an diesem Augusttag, kühl ist es also geworden, aber von Regen keine Spur.
Wieder 12.000 Besucher auf dem Lerchenberg
Um die 12.000 Besucher werden es wie am Tag zuvor laut OWF-Pressesprecher Michael Gugelfuß wieder gewesen sein, die auch an diesem Abend auf dem Lerchenberg zusammen feiern. Fünf von ihnen finden sich vor dem Zirkuszelt. Die Freundesgruppe spielt sich im Kreis ein kleines, gehäkeltes Säckchen gegenseitig auf die Füße. Das Spiel nennt sich „Hacky Sack“. Meterhoch kickt eine junge Frau das Säckchen kurzzeitig in die Luft, bevor es gekonnt auf dem Fuß eines jungen Mannes landet, der ihm hinterher gehechtet war. Das Gejohle ist groß. Die junge Frau heißt Helen Marquart, ist 26 Jahre alt und kommt aus Mainz. Neben ihr stehen Tim Pollack (23) aus München, Jan Mielke (28) und Marie Schäfer (28), beide aus Stuttgart, und Niklas Dietl (24) aus Darmstadt.

Obstwiesenfestival 2025: Die Freundesgruppe um Tim Pollack (23) aus München, Jan Mielke (28) und Marie Schäfer (28), beide aus Stuttgart, Helen Marquart (26) aus Mainz und Niklas Dietl aus Darmstadt (v.l.n.r.).
Verena EiseleKennengelernt haben sich die fünf Freunde auf einem anderen Festival, dem Mayfield Derby in Mannheim. Als der Stuttgarter Teil dann vorschlug, gemeinsam auf die Obstwiese zu kommen, wussten die anderen damit erstmal gar nichts anzufangen. Doch alle sind wohl Fans von Deki Alem, der an diesem Abend noch auftreten wird. „Deki Alem? Ok! Umsonst? Ok!“, zählt Niklas dann die Verkaufsargumente für den OWF-Besuch auf und alle lachen. Doch gecampt wird nicht, die Gruppe hat sich ein Airbnb in Ulm gegönnt. Das Gespräch wird schreiend geführt, denn die wummernden Bässe von „Gewalt“ aus dem Zirkuszelt machen alles andere unmöglich.
„Man kommt easy von A nach B und kann Leute treffen“
Ein paar Schritte vom Zirkuszelt entfernt gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten, um wahlweise etwa Burger, Weinschorle oder Aperol zu konsumieren. Auf einer Sitztreppe haben es sich unter anderem Sarah (25) aus Oldenburg sowie Renée (25) und Jule (30) aus Ulm bequem gemacht. Immer wieder stößt jemand zu dem Trio hinzu, um „Hallo“ zu sagen. Seit etwa vier Jahren sind sie befreundet. Sarah hat das OWF zum Anlass genommen, um Jule zu besuchen. Früher hat sie selbst in Ulm gelebt, so haben sich die drei kennengelernt. Auf dem Festival wolle sie einfach bekannte Leute wieder treffen. „Man kommt ja easy von A nach B und kann Leute treffen“, wirft Jule nickend ein.

Die drei Freundinnen Jule (30), Renée (25) und Sarah (25) nutzen das OWF als Gelegenheit, um alte Bekannte wiederzutreffen - und um sich selbst wieder einmal zu sehen (v.l.n.r.).
Verena EiseleUnd wie ist die Stimmung? „Joaaaa, also gestern Abend waren wir gut dabei, dementsprechend war die Stimmung auch gut“, erzählt Sarah offen und alle drei lachen. „Ich finde aber beide Tage toll, ich habe das Gefühl, heute ist es nochmal voller.“ Sie freue sich noch auf Saló im Zelt. Wie lange sie wohl noch bleiben, wissen sie noch nicht. „Open End bis jetzt“, sagt Sarah. Ist ja schließlich alles in der Nähe, nach Hause können sie jederzeit.
Am Freitag war mehr Andrang an der Biertheke
So handhaben es auch Colien (17) und Luise (18) aus Unterkirchberg. Vom Festival fahren Extra-Busse nach Ulm zurück und von dort werden sie schon irgendwie heimkommen. Sie lachen. Sie sind vor allem wegen „Kasi“ da. Viele Bands kennen sie nicht, deswegen sei es auf größeren Festivals einfacher, in gute Stimmung zu kommen. „Da kennt man dann schon den ein oder anderen Song und kann den mitsingen“, sagt Colien. So richtig seien sie deswegen noch nicht in Stimmung gekommen. Ähnlich geht es wohl einer baldigen Braut, die ihren Junggesellinnenabschied auf dem OWF feiert. Die kleine Gruppe steht vor der Hauptbühne, wo gerade für den nächsten Act umgebaut wird. Trotz Lichterketten im Haar und Seifenblasen-Pistolen in den Händen, ist die Stimmung eher gediegen, so richtig gesprächig sind sie nicht. Die baldige Braut sagt nur, sie wäre gern am Freitagabend da gewesen. Da sei das Line-up nämlich besser gewesen.
Grund genug, um einmal den Andrang an der Bierbar zu checken. Hinter der Theke schenkt das Team fleißig aus, reicht Becher um den Tresen, nimmt leere Becher zurück. Einer der Bierzapfer, Jürgen, berichtet ein bisschen: „Am Freitag lief's mega“. Am Samstag sei es hingegen etwas verhaltener, „aber trotzdem voll okay“. Das OWF finanziert sich größtenteils durch die Einnahmen aus Getränke- und Essensverkauf.
OWF-Team „sehr zufrieden“
Ein Anruf bei OWF-Sprecher Gugelfuß am Sonntagmittag: Ist das Team zufrieden? „Sehr zufrieden“, antwortet er. Besonders froh sei man über das trockene Wetter, der befürchtete Regen sei ausgeblieben. Auch die Polizei musste nicht eingreifen, es habe keinerlei Zwischenfälle gegeben.
Während die Besucherinnen und Besucher nach und nach abreisen, ist das Team bereits mit dem Abbau beschäftigt. Doch ganz abgeschlossen ist das Festival noch nicht: „Der Rest wird sich zeigen, wenn die Rechnungen kommen“, erklärt Gugelfuß und lacht. Daran denkt jetzt aber erstmal keiner, zunächst gilt es aufzuräumen. Und die Freude über die gute Stimmung überwiegt: „Es war wie immer sehr harmonisch und entspannt.“
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