Notlage in Asylunterkunft Laichingen
: Frau mit Messer bedroht

In einem Laichinger Flüchtlingswohnheim soll ein Mann am Freitag eine Frau mit einem Messer bedroht haben. Was die Polizei bisher weiß.
Von
Beate Reuter-Manz
Laichingen
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Mit mehreren Streifen rückte die Polizei zu einer Asylbewerberunterkunft nach Laichingen aus.

Pixabay (Symbolbild)

Zu einer Notlage ist es am Freitag, (9.2.2024) in einer Flüchtlingsunterkunft in Lachingen gekommen. Ein 20–Jähriger soll in der Unterkunft in der Olgastraße eine Frau mit einem Messer bedroht haben. Gegen 13.15 verständigte eine Sozialarbeiterin die Polizei. Die rückte mit mehreren Streifen zum Tatort aus. Der mutmaßliche Täter hatte sich zu diesem Zeitpunkt in seinem Zimmer verbarrikadiert. Kurze Zeit später kam er unbewaffnet heraus und ließ sich widerstandslos von der Polizei festnehmen. Er soll in Untersuchungshaft kommen. Verletzt wurde niemand.

Hintergründe zur Bedrohung noch unklar

Warum der Mann die Frau bedroht hatte, ermittelt derzeit die Kriminalpolizei Ulm. Am Freitagabend werden mehrere Geflüchtete von der Polizei zum Vorfall befragt. Das sei wegen der Sprachbarrieren nicht ganz einfach, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Weitere Angaben, zum Beispiel zum Alter der Frau und zur Nationalität von Opfer und mutmaßlichem Täter, machte die Polizei nicht. Man stehe in Kontakt zur Staatsanwaltschaft.

Die Tat weckt Erinnerungen an die Messerattacke in einer Asylunterkunft in Regglisweiler. Im August 2021 hatte ein 25–Jähriger einen Mitbewohner mit zahlreichen Messerstichen versucht zu töten. Dafür wurde der Mann aus Gambia zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.