Neubau in Ulm
: Mut für ein neues Medienhaus

Die Neue Pressegesellschaft baut an der Olgastraße: Ein Meilenstein für den Verlag und die Stadt Ulm, sagt OB Martin Ansbacher bei der Grundsteinlegung.
Von
Chirin Kolb
Ulm
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NPG Ulm Neubau April 2024 Südwest Presse Ulm Grundsteinlegung für den Neubau Medienhaus Ulm

Die Zeitkapsel wird einbetoniert: NPG-Geschäftsführer Andreas Simmet (von links), OB Martin Ansbacher, Architekt Markus Allmann und Florian Ebner, Gesellschafter der Verlagsgruppe, legen Hand an.

Volkmar Könneke
  • Neubau eines Medienhauses in Ulm durch die Neue Presse-Gesellschaft.
  • Grundsteinlegung im April 2024 mit OB Martin Ansbacher.
  • Bau soll kreativen Austausch und modernen Journalismus fördern.
  • Einzug für Anfang 2026 geplant; Teile des Gebäudes werden vermietet.
  • Zeitkapsel mit Zeitung, Smartphone und Bauplänen einbetoniert.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Medienhaus, das modernen Ansprüchen entspricht, das der Kommunikation auf allen Ebenen des Unternehmens dient, in dem „Ideen geboren, gefördert und verwirklicht werden und in dem sich die Menschen wohlfühlen“: Ein solches Medienhaus baut die Neue Presse-Gesellschaft (NPG), die die SÜDWEST PRESSE herausgibt, an der Olgastraße. NPG-Geschäftsführer Andreas Simmet erhofft sich, wie er bei der Grundsteinlegung sagte, vom Neubau „noch mehr Dynamik in unserem Tun“.

Baubeginn für das Großprojekt war im August 2022, als das Baufeld vorbereitet und Altgebäude abgebrochen wurden. Nach einer viermonatigen Phase archäologischer Grabungen wurden im Dezember 2023 die Fundamente für die Tiefgarage gegossen. Die Grundsteinlegung mit Vertretern der am Projekt beteiligten Planungsbüros und Baufirmen, OB Martin Ansbacher und Stadträten konnte nun schon auf festem Boden stattfinden.

Simmet bedankte sich in seiner Rede bei allen Beteiligten, vor allem bei den NPG-Gesellschaftern, vertreten durch Florian Ebner. „Sie haben den Mut, in schwierigen Zeiten und bei steigenden Baupreisen dieses Medienhaus zu verwirklichen“, sagte Simmet. Er dankte auch der Stadtverwaltung Ulm, mit der in einem „sehr intensiven, aber immer konstruktiven Prozess“ ein gutes Planungsergebnis erreicht worden sei. Dank galt auch dem Architekturbüro Allmann Wappner aus München, das in seinem Entwurf alles das umgesetzt habe, was auf der Wunschliste der NPG stand. Und obendrein ein Gebäude entworfen habe, „in das sich viele auf den ersten Blick verliebt haben“.

Womöglich auch OB Martin Ansbacher. Er hatte das Projekt noch als Stadtrat und Mitglied des Bauausschusses begleitet und schwärmte bei der Grundsteinlegung von der „wegweisenden Architektur“.  Das neue Medienhaus werde die Olgastraße und auch das Stadtbild zukunftsweisend mitprägen. „Es ist ein Meilenstein für den Verlag und die Stadt.“

OB: Medien sind unverzichtbar

Ansbacher ging in seinem Grußwort auch auf die Bedeutung der Medien für die Demokratie ein. Kompetente Berichterstattung und transparente Meinungsbildung seien unverzichtbar für eine offene Gesellschaft. „Medien spielen eine zentrale Rolle in einer komplexer werdenden Welt.“ Die SÜDWEST PRESSE genieße großes Vertrauen in der Stadtgesellschaft und sei für viele Menschen unverzichtbar.

In der Olgastraße will die Neue Pressegesellschaft ein Medienhaus bauen. Die Visualisierung zeigt das Ergebnis des Architektenwettbewerbs. Visualisierung: Forbes Massie Studio für allmannwappner

Wegweisende Architektur: Blick auf einen Teil des neuen Medienhauses.

Forbes Massie Studio für allmannwappner

Ob Journalismus oder andere Professionen: Markus Allmann vom Büro Allmann Wappner ist überzeugt davon, dass es Orte der Begegnung braucht, um gute Ergebnisse erzielen zu können. Auch in Zeiten von hybridem Arbeiten und Homeoffice sei das nötig, und dieses Gebäude werde das ermöglichen: „Es wird ein Ort der sozialen Zusammenkunft sein.“ NPG-Geschäftsführer Simmet formulierte es so: „Es wird ein Zentrum für Kreativität, Austausch und qualitativ hochwertigen Journalismus.“

In dem Neubau wird die NPG ihre Aktivitäten bündeln und Platz für sämtliche Abteilungen haben. Ein Teil des Gebäudes wird vermietet. Der Einzug ist für Anfang 2026 geplant.

Zeitkapsel mit Zeitung und Smartphone

Passend zum Medienhaus und seinem Bauherrn, einem Medienunternehmen, wurde die bei der Grundsteinlegung einbetonierte Zeitkapsel bestückt. Sie enthält unter anderem eine gedruckte Ausgabe der SÜDWEST PRESSE vom 25. April 2024, ein ausrangiertes Smartphone samt Ladekabel mit den aktuellen digitalen Angeboten der SWP und PDF-Dateien der Baupläne, ein Fotobuch mit Bildern des Baufortschritts und der archäologischen Arbeiten auf dem Gelände, ausgedruckte Baupläne und etwas Bargeld in Form von Münzen.