Heinz Günther Merath ist tot
: Juwelier und Ulm-Liebhaber stirbt mit 78 Jahren

Der Ulmer Schmuckdesigner, Heinz-Günther Merath, ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Er galt auch als großer Ulm-Liebhaber und erfolgreicher Künstler.
Von
Stefanie Müller
Ulm
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Heinz-Günther Merath war ein großer Ulm-Liebhaber und sammelte alles, was mit Ulm zu tun hatte.

Heinz-Günther Merath war ein großer Ulm-Liebhaber und sammelte alles, was mit Ulm zu tun hatte.

privat
  • Ulmer Schmuckdesigner Heinz-Günther Merath starb mit 78 Jahren.
  • Merath war in Ulm geboren und ein renommierter Juwelier und Künstler.
  • Er gewann 1969 den Jugendpreis-Wettbewerb der Künstlergilde Ulm.
  • Das Familiengeschäft in der Hirschstraße 1 wurde 1944 zerstört und 1959 neu gebaut.
  • Sein Juweliergeschäft spezialisierte sich später auf Designerschmuck.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Heinz-Günther Merath, der 1946 in Ulm geboren wurde, war Juwelier, Kaufmann, Schmuckdesigner und Künstler. Neben seinem Broterwerb, der Goldschmiedekunst, studierte er an der Stuttgarter Kunstakademie. Merath war so talentiert, dass er 1969 sogar den Jugendpreis-Wettbewerb der Künstlergilde Ulm mit dem fünfteiligen Werk „Metamorphosen“ gewann. Er hatte eine große Ausstellung im Theater Ulm, aber auch in anderen Städten stellte er seine Werke aus, zum Beispiel in Mannheim, Salzgitter, Karlsruhe und Bois Colombes.

Haus wurde 1944 zerstört

In der Tradition des Urgroßvaters Robert Friedrich Merath führte er das Schmuckgeschäft der Familie in der Hirschstraße 1 in vierter Generation. Dieses hatte sogar adlige Kunden wie das saudi-arabische Königshaus und das thailändische Kaiserhaus.

Das ursprüngliche Merath-Haus in der Hirschstraße 1 wat 1903 von seinem Urgroßvater erbaut worden. Ein Wohn- und Geschäftshaus mit Balkonen, Erkern und Türmchen, das höchste in der Stadt. 1944 wurde der Prachtbau im Bombenhagel des 17. Dezembers zerstört. Er wurde abgerissen, die Meraths bauten 1959 neu, Hettlage zog mit seinen Damenmoden ein.

Ulm, Hirschstraße 1, steinernes Halbrelief in Glasfront des Merath-Hauses eingefügt: Des Meisters großes Vorbild: Der Goldschmied Robert Friedrich Merath ließ sich vor 100 Jahren ein Halbrelief von Johann Melchior Dinglinger an seinem Haus in der Hirschstraße 1 anbringen. Jetzt ist es dort wieder zu sehen.

Ein steinernes Halbrelief ist das einzige Überbleibsel vom ursprünglichen prächtigen Merath-Haus. Es wurde in der verheerenden Ulmer Bombennacht im Dezember 1944 zerstört.

Wolf Reiner

Im Jahr 2000 bekam das Haus Hirschstraße 1 den Namen M.Ulm. Das „M“ hatte dabei doppelte Bedeutung: Es steht für Merath und für Mittelpunkt. Kaum eine andere Geschäftslage als die des Hettlage-Damenhauses galt damals in der City als attraktiver. Merath selber zog sich in diesem Zuge etwas zurück, das Juweliergeschäft klassischen Zuschnitts, damals gerade 125 Jahre alt geworden, wurde in dieser Form nicht weitergeführt. Merath und seine Frau Silvia wollten sich auf Designerschmuck spezialisieren.

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Heinz-Günther Merath war ein großer Ulm-Liebhaber und sammelte alles, was mit Ulm zu tun hatte.  Er war ein wandelndes Lexikon, was seine Heimatstadt anging, sagt seine Frau Silvia über ihn. Heinz-Günther Merath ist am 18. Oktober im Alter von 78 Jahren verstorben.