Nachruf Gerhard Gutzer Ulm
: Eifriger Helfer der Aktion 100.000

Der PR-Fachmann Gerhard Gutzer war in vielen Bereichen aktiv. Besonders verbunden war er mit der großen Versteigerung im Kornhaus.
Von
Chirin Kolb
Ulm
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50 Jahre Aktion 100 000, Lustgarten der Villa - für Jubiläumssonderbeilage: 50 Jahre Aktion 100 000, Lustgarten der Villa - für Jubiläumssonderbeilage

Gerhard Gutzer war seit der Gründung der Aktion 100.000 für die Hilfsaktion tätig.

Lars Schwerdtfeger
  • Ulmer PR-Fachmann Gerhard Gutzer starb mit 80 nach kurzer, schwerer Krankheit.
  • Seit Gründung der Aktion 100.000 aktiv, prägte Versteigerung im Kornhaus.
  • Organisierte Logistik der Benefizauktion; Kult-Event mit großem Publikum.
  • Start als Elektroinstallateur bei AEG; 1976 Einstieg in PR bei Dörner PR.
  • Legendärer Entenball in der Donauhalle brachte jährlich viel Geld ein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gerhard Gutzer war bekannt in Ulm und Neu-Ulm, er tauchte auf vielen Veranstaltungen auf - wie das so ist bei einem Mann, der jahrelang ein PR-Büro leitete und der gerade auch für die Aktion 100.000 der Südwest Presse tätig war. Einer Veranstaltung war er jedoch besonders verbunden: der Versteigerung der Aktion 100.000, die Jahr für Jahr ein riesiges Publikum ins Kornhaus zieht und längst Kult-Status in Ulm hat. Gutzer hat die Logistik der Versteigerung gemanagt. Jetzt ist er im Alter von 80 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit, gestorben.

Gutzer war schon bei der Gründung der Aktion 100.000 dabei und unterstützte sie bis vor wenigen Jahren. „Das Organisieren von Veranstaltungen war schon immer mein Ding“, sagte er selbst vor einigen Jahren. Die große Benefizversteigerung im Kornhaus war jahrzehntelang eines seiner Steckenpferde, zu deren Gelingen er maßgeblich beitrug.

Sein beruflicher Werdegang hatte im AEG-Röhrenwerk mit einer Ausbildung zum Elektroinstallateur begonnen. Parallel entdeckte Gutzer sehr früh sein soziales Engagement beim Stadtjugendring, der SPD-Jugend und der IG Metall. Mit Schreiben und Organisieren begann er 1976 bei Dörner PR. Joachim Dörner stellte Gutzer zwei Jahre später als PR-Assistent ein. An seinen Ersatz 1976 erinnerte sich Gutzer noch gut. Zusammen mit Aktionsleiter Dörner führte ihn der Weg nach Söflingen. „Dort hatten Anwohner gemeldet, dass eine ältere Kriegerwitwe es sich nicht leisten konnte, in den – damals recht harten – Wintern den Ofen anzuheizen.“ Die Aktion 100.000 half: „Die Freude über einige Pakete Brikett war bei ihr riesengroß.“

Veranstaltungen wie die SWP-Frühjahrskur, Ulmer Wochenblatt-Aktionen und diverse Firmenkollektive prägten sein Berufsleben. 1995 startete er mit seinem PR-Büro in die Selbstständigkeit. Jahrelang unterstützte er auch den langjährigen Aktionsleiter Karl Bacherle. Ein legendäres Ereignis, das Gutzer organisierte, war der jährliche Entenball in der Donauhalle zugunsten der Aktion 100.000. Der Name hatte nichts mit Wasservögeln zu tun, sondern mit dem  2CV von Citroën, der „Ente“. Sie gab es zu gewinnen. Jedes Jahr im Dezember waren alle Eintrittskarten Wochen vorher schon ausverkauft. Der Entenball spülte jedes Jahr viel Geld in die Aktionskasse, so wie auch die Benefizversteigerung.