Sorge um Ernst Prost
: Ex-Liqui-Moly-Chef war im Krankenhaus

Er galt als anpackender Unternehmer, seit Februar 2022 ist er in Ruhestand. Der Millionär Ernst Prost hat allerdings harte Wochen hinter sich.
Von
Kerstin Auernhammer
Ulm
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  • Ernst Prost, damals noch glatt rasiert, in seiner Firma.

    Ernst Prost, damals noch glatt rasiert, in seiner Firma.

    Pressefoto Liqui Moly
  • Ernst Prost in seinem Schloss Leipheim. Das Schloss hat er 2005 für rund 300.000 Euro gekauft und dann saniert.

    Ernst Prost in seinem Schloss Leipheim. Das Schloss hat er 2005 für rund 300.000 Euro gekauft und dann saniert.

    Pressefoto Liqui Moly
  • Der frühere Chef des Ulmer Schmiermittelherstellers Liqui Moly, Ernst Prost, hat gesundheitliche Probleme.

    Der frühere Chef des Ulmer Schmiermittelherstellers Liqui Moly, Ernst Prost, hat gesundheitliche Probleme.

    Volkmar Könneke
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Der frühere Chef des Ulmer Mineralölherstellers Liqui Moly, Ernst Prost, war im Krankenhaus. Die Diagnose: Nierensteine. Das berichtet die Bild-Zeitung und zeigt ein Selfie des Millionärs im Krankenhaushemd, mit Rauschebart und zotteligen Haaren. Beim Grillabend mit Freunden habe er plötzlich Schmerzen im Unterleib bekommen, mit Blaulicht sei er in eine Ulmer Klinik gebracht worden.

Prost ist auf dem Weg der Besserung

Mittlerweile seien die Nierensteine raus, Prost auf dem Weg der Besserung, schreibt das Boulevardblatt. Allerdings warten zuhause auf Schloss Leipheim ganz andere Sorgen: Prost ist seit März wieder Single. Mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Kerstin (54) sei es aus, sagte Prost der Bild-Zeitung. „Kerstin hat am 1. März ihre Zahnbürste eingepackt und ist gegangen. Nach 15 Jahren, aber in gegenseitigem Einvernehmen.“ Es schmerze ihn, dass die Beziehung nicht gehalten habe. Im Vergleich gehe es ihm aber wirklich noch sehr gut, vor allem müsse er sich keine finanziellen Sorgen machen, so der 66-Jährige. Zunächst müsse er aber noch eine Harnschiene tragen und pinkle noch Blut: „Das waren jetzt echt scheiß Tage“

Neben dem historischen Schloss in Leipheim besitzt er Häuser in Oberbayern und auf Teneriffa. Bekannt geworden war Prost als Selfmade-Millionär, der seine Angestellten als „Mitunternehmer“ bezeichnete und ihnen teils hohe Erfolgsprämien zahlte. Auch nach seinem Weggang vermeldete der Schmiermittelhersteller Rekordumsätze.

Vom Kfz-Mechaniker zum Multimillionär

Herkunft Ernst Prost, Jahrgang 1957, ist als Sohn eines Maurers und einer Fabrikarbeiterin in Altötting aufgewachsen. Nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker begann Prost 1978 beim Autopflegemittel-Hersteller Sonax in Neuburg an der Donau als Verkäufer und stieg dort schließlich bis zum Marketingleiter auf.

1990 wechselte er zu Liqui Moly nach Ulm, wo er bis 1998 schrittweise die Firma von der Gründerfamilie übernahm. Bis zum Verkauf an die Würth-Gruppe 2017 war Prost geschäftsführender Gesellschafter, danach angestellter Geschäftsführer. Im Februar 2022 übergab er die Firma an Günter Hiermaier, einen langjährigen Wegbegleiter in seiner Firma. Ernst Prost lebt auf Schloss Leipheim.