Messerangriff in Neu-Ulm
: Absurd! Ein Lachen führt zu gefährlicher Attacke

In der Nacht zu Samstag rückte die Polizei in Neu-Ulm mit Unterstützung der Kollegen aus Ulm nach Pfuhl aus. Dort hatte in der Gemeinschaftsunterkunft ein Messerangriff stattgefunden.
Von
Ulrike Schleicher
Neu-Ulm
Jetzt in der App anhören

Symbolbild: In Neu-Ulm hat sich eine Messerattacke ereignet.

© Shutter2U - stock.adobe.com/adobe.stock.com

In der Nacht zum Samstag (23.12.23) mussten Beamte der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in die Gemeinschaftsunterkunft nach Pfuhl ausrücken. Grund war ein Angriff mit dem Messer.

Mehrere Streifenwagen fahren zum Einsatzort

Wie die Polizei mitteilt, erhielt die Einsatzzentrale einen Anruf in der Freitagnacht. Es wurde gemeldet, dass ein Mann einen anderen mit einem Messer angegriffen hatte. Daraufhin rückten die Polizeibeamten aus. Unterstützt wurden sie von Kollegen des Polizeipräsidiums Ulm.

Die Ermittlungen vor Ort ergaben, dass einer der Bewohner das Lachen eines anderen Bewohners falsch interpretiert hatte. Daraufhin versuchte dieser, den Lachenden mit einem Messerhieb in Richtung des Kopfes zu verletzen. Der 28-Jährige hatte Glück, denn ein Bekannter zog ihn gerade noch weg, bevor er mit dem Messer den vermeintlichen Gegner verletzten konnte. So wurde niemand verletzt, heißt es weiter.

Der Angreifer wurde anschließend von der Polizei vorläufig festgenommen und zur Dienststelle gebracht. Da er betrunken war – er hatte einen Atemalkoholwert von 2,3 Promille – wurde dort eine Blutentnahme vorgenommen. Im Laufe des Tages wird nun entschieden, ob der 28-Jährige einem Richter vorgeführt wird und ob dieser in Untersuchungshaft geht.