Messerangriff im Ulm: Mord-Anklage nach Bluttat im Schlachthof

Mit einer 30 Zentimeter langen Messerklinge soll ein Mann im Ulmer Schlachthof lebensgefährlich verletzt worden sein.
© BillionPhotos.com/adobe.stock.comEs war eine aufsehenerregende Tat im Ulmer Schlachthof: Ein Tag vor Heiligabend soll ein 37-jähriger Mann dort seinen 33-jährigen Arbeitskollegen mit einem 30 Zentimeter langen Metzgermesser attackiert und schwer verletzt haben. Nun hat die Ulmer Staatsanwaltschaft gegen den Mann Anklage wegen versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung erhoben.
Der 37-jährige Syrer soll unvermittelt auf seinen Arbeitskollegen eingestochen und ihn am Hals schwer verletzt haben. Dem Geschädigte sei es geistesgegenwärtig gelungen, weitere Angriffe abzuwehren und zu flüchten. Der mutmaßliche Angreifer soll seinem Opfer nachgesetzt, ihn dann aber nicht mehr erreicht haben. Er war weder alkoholisiert noch stand er unter Drogeneinfluss. Nach der Tat floh er, stellte sich dann aber noch am gleichen Tag der Polizei.
Ohne Not-OP wäre das Opfer gestorben
Das Opfer erlitt am Hals eine stark blutende Schnittwunde, die notoperiert werden musste. Ohne diesen Eingriff hätte die Verletzung aufgrund des hohen Blutverlustes mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tode des Mannes geführt, heißt es.
Das Motiv des 37-Jährigen liegt noch im Dunkeln, schreibt die Anklagebehörde. Aufgrund seiner beruflichen Erfahrung im Umgang mit dem Metzgermesser habe er die Wirkung eines tiefen Schnittes am Hals und die damit einhergehende akute Lebensgefahr für den Verletzten gekannt.
Der Angeschuldigte hat sich bislang zum Vorwurf nicht geäußert. Er befindet sich seit dem Tattag in Untersuchungshaft.
