Aktion 100 000 und Ulmer helft
: Herzen und Geldbeutel öffnen

Die Aktion 100 000 und Ulmer helft startet in ihre 54. Spendenrunde. Ulrich Becker, SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur und Schirmherr der Aktion 100 000, zählt auf die Spendenbereitschaft der Menschen in der Region.
Kommentar von
Ulrich Becker
Ulm
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Mit einem super Spendenergebnis von 1 291 814 Euro tritt Karl Bacherle (ganz links) von der Benefiz-Bühne ab. Über die Summe freuen sich mit (v.l.) SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker, Alt-OB Ivo Gönner und Bacherle-Nachfolger Chris Mertl. ⇥

Aktion 100 000-Abschlusskonzert 53. Spendensaison mit Spendenergebnis-Präsentation und Verabschiedung von Karl Bacherle.

Bei der 53. Spendenrunde kamen 1,3 Millionen Euro an Spenden zusammen. Ein Ulmer Unternehmen hatte die ursprüngliche Summe von 1.291.814 Euro aufgerundet. Das vorläufige End-Ergebnis im CCU präsentierten  (v.l.): Der damalige Aktionsleiter Karl Bacherle,  SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker, Alt-OB Ivo Gönner und Bacherle-Nachfolger Chris Mertl.

Samuel Tschaffon

Die vergangenen Wochen drücken ganz schön aufs Gemüt. Nicht nur, dass der Ulmer Nebel in diesem Jahr ein fulminantes Comeback feierte und man zwischenzeitlich an der Existenz der Sonne zweifeln konnte – nein, vor allem die politische und wirtschaftliche Lage trägt zu eher trüben Stimmung bei. Die Menschen sind verunsichert: Der Wirtschaftsmotor unseres Landes stottert, immer mehr Firmen bauen Jobs ab – selbst in unserer erfolgsverwöhnten Region. Die Politiker in Berlin wissen keinen Ausweg, und im Streit über mögliche Lösungen hat sich gleich die ganze Regierung aufgelöst.

Und nun kommt auch noch die Aktion 100 000 und Ulmer helft und erinnert daran, dass viele Menschen in Ulm, Neu-Ulm und der ganzen Region Hilfe brauchen – wo man doch mit den eigenen Sorgen beschäftigt ist. Aber vielleicht ist die 54. Runde der Aktion gerade deshalb so wichtig: Weil Solidarität sich dann wirklich beweist, wenn es einmal nicht so gut läuft und es einer Anstrengung bedarf, um wieder ein Ergebnis wie im Vorjahr – immerhin 1,3 Millionen Euro kamen für die gute Sache zusammen – auf die Beine zu stellen.

Not sieht man nicht

Denn die Not wird größer und nicht kleiner. Wenn die Arbeit verloren geht und in der Familie plötzlich nur noch ein Einkommen da ist, reicht es finanziell oftmals nicht mehr. Lebensmittel sind weiterhin teuer, die Miete muss bezahlt und die Wohnung geheizt werden. Diese Not sieht man nicht, aber viele Familien denken mit Schrecken ans Ende des Monats, wenn das Geld zur Neige geht.

In solchen Fällen hilft die Aktion 100 000 ganz konkret. Meist nur mit kleinen Beträgen, die aber den Unterschied ausmachen können – weil es vielleicht doch wieder ein Weihnachts-Geschenk für die Kinder gibt. Deshalb geht auch in diesem Jahr der Appell an Sie: Öffnen Sie Herzen und Geldbeutel, gehen Sie zur Auktion im Kornhaus oder zu einer der rund 50 Veranstaltungen, deren Erlös für die Aktion ist. Im Übrigen mit neuen Namen an der Spitze: Chris Mertl folgt auf Karl Bacherle, Schirmherr ist nun Ulms neuer Oberbürgermeister Martin Ansbacher. Sie alle bitten ebenfalls: Helfen Sie den Menschen in Ihrer Region und den vielen sozialen Institutionen, die auf die Unterstützung der Aktion 100 000 und Ulmer helft angewiesen sind. Damit zumindest in den Herzen vieler Menschen wieder die Sonne scheint.

Aktion 100 000 und Ulmer helft auf einen Blick

Schirmherren der Benefiz-Initiative sind SÜDWEST PRESSE-Chefredakteur Ulrich Becker und der Ulmer OB Martin Ansbacher.

Aktionsteam Organisationsleiter ist Chris Mertl. Zum Team gehören Melanie Moll, Julia Schneider, Annemarie Greco, Elke Faul, Esther Bosch, Peter Behrendt und Birgit Eberle (Redaktion). Bei der Stadt Ulm zeichnet Wolfgang Hitzler verantwortlich.

Kontakt Das Team ist erreichbar unter (0731) 156-201 und 156-343 (Redaktion). E-Mails an aktion100000@swp.de, Briefe bitte an die Frauenstr. 77, 89073 Ulm.

Online Aktuelles unter aktion100000.de. Neuerdings ist die Aktion 100 000 auch auf Instagram – @aktion100000.