Lebenshilfe Donau-Iller: Ein Stiftung für kleine Dinge und große Träume

Schon die Anschaffung einer Brille ist für manche Menschen mit Behinderung finanziell eine Hürde. In solchen Fällen kann die Stiftung der Lebenshilfe Gutes bewirken.
Lebenshilfe/David Maurer- Stiftung Lebenshilfe Donau-Iller hilft unbürokratisch bei Teilhabe und Lebensqualität.
- Einzelfallhilfen: Brillen, Zahnkronen, Hilfsmittel, Freizeitaktivitäten und Therapien.
- Im vergangenen Jahr 20 Anträge bewilligt – Auszahlungen von 10.100 Euro.
- Seit 25 Jahren 556 Anträge mit gut 250.000 Euro unterstützt, Kapital bei 2,9 Mio. Euro.
- Ziel: mehr Mittel und Sponsoren gewinnen – auch für barrierefreien Wohnraum in Ulm.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Manchmal reicht das Geld weder für die Brille noch für die Zahnkrone. Menschen mit Behinderung haben über die absolute Grundversorgung hinaus oft einen engen finanziellen Rahmen – in solchen Fällen kann die Stiftung der Lebenshilfe Donau-Iller helfen. Die Stiftung besteht seit 25 Jahren und möchte künftig in größerem Rahmen aktiv werden und Dinge bewegen.
Einfach mal ausgehen? Ein passendes Hilfsmittel oder eine dringend gebrauchte Waschmaschine kaufen? Es geht nicht um Luxus, sondern um Teilhabe und Lebensqualität, wenn die Stiftung Lebenshilfe Menschen mit Behinderung unterstützt. Und dies ziemlich unbürokratisch.
„Der Verein der Lebenshilfe trägt die gesamte große Einrichtung, aber es gibt im Alltag oft Bedarf darüber hinaus“, erläutert Peter Rogner, der dem Kuratorium der Stiftung angehört. Seine Kuratoriums-Kollegin Roswitha Nodin ergänzt: „Es geht unmittelbar um unsere Klienten. Um die Menschen. Um ihre gesundheitliche Vorsorge, zumal die Krankenkassen künftig eher noch wenig bezahlen werden. Oder um Freizeitaktivitäten, damit sie sich auch mal ein bisschen was gönnen können.“
10.100 Euro im vergangenen Jahr ausgeschüttet
Dabei leistet die Stiftung Einzelfallhilfe, wenn von den Klienten, deren Eltern oder Betreuern, aber auch von Mitarbeitenden der Werkstätten Anträge gestellt werden. Im vergangenen Jahr waren es 20 Anträge, für die 10.100 Euro ausgeschüttet wurde.
Insgesamt konnte die gemeinnützige Stiftung Lebenshilfe Donau-Iller in ihren 25 Jahren 556 Anträge im Umfang von gut 250.000 Euro bewilligen – und damit den Empfängern zu ein bisschen unbeschwerte Zeit oder einer schnellen Lösung bei alltäglichen Problemen verhelfen.
Gefördert wurden zahlreiche Freizeitaktivitäten wie Bildungsfahrten und Theaterbesuche, Tanz- oder Theaterprojekte. „In der Gemeinschaft aktiv zu sein, zum Beispiel auch beim 7-Schwaben-Lauf oder dem jährlichen Nabada, sind tolle Erlebnisse, die die Inklusion in die Gesellschaft fördern“, schreibt die Lebenshilfe Donau-Iller. Darüber hinaus leistete die Stiftung eben Einzelfallhilfen für besondere Anschaffungen, von der Sehhilfe bis zum Mitgliedsausweis der Bücherei, Beiträge zur Miete oder zum Fitnessstudio oder auch hilfreiche Therapien wie die Reittherapie.
2,9 Millionen Euro beträgt das Kapital der Stiftung mittlerweile. „Eine gute Summe“, sagt Peter Rogner, „aber will wollen auf ein neues Level kommen und noch mehr Substanz haben. Um mehr zu helfen.“ Durch Nachlässe, Spenden und Zustiftungen könne jeder die Lebenshilfe Stiftung unterstützen und ihre Zukunft sichern. „Wir müssen schauen, dass wir mehr Sponsoren und Erblasser finden.“ Zumal das ja auch steuerlich interessant sein kann, wie Roswitha Nodin sagt.
Nach Vorbild der Lebenshilfe-Stiftung für den Landkreis Günzburg überlegt man derzeit, auch das Thema barrierefreien Wohnraum anzugehen. Denn in Ulm und Umgebung Wohnungen zu finden, ist für Menschen mit Behinderung noch schwieriger als für andere – egal, ob sie allein, als Paar oder in einer Wohngemeinschaft leben wollen.
Um dabei wirksam helfen zu können, braucht die Stiftung größere finanzielle Mittel. Großartig wäre es, sagen die Kuratoren, Wohnraum zu schaffen und diesen dann an Menschen mit Behinderung zu einem erschwinglichen Preis zu vermitteln.
Mit einer Erbschaft ging es los
Den Anstoß zur Stiftung Lebenshilfe Donau-Iller gab eine Erbschaft in Höhe von 260.000 Mark im Jahr 2000. Damals wurden dann satzungsgemäß die Gremien eingesetzt und die Arbeit begann: „um Menschen aller Altersstufen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen zu helfen, in größtmöglicher Normalität, Selbstständigkeit und Würde zu leben“.

