Landeswasserversorgung
: EU-Politiker Norbert Lins informiert sich im Wasserwerk Langenau

Der CDU-Politiker hat das Wasserwerk in Langenau besucht. Im Fachgespräch beschrieb die Landeswasserversorgung, wo der Schuh drückt: insbesondere beim Thema Bürokratie.
Von
red
Langenau
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Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh, technischer Geschäftsführer der LW, Norbert Lins, MdEP, und Jan Meier, kaufmännischer Geschäftsführer der LW (v.l.) vor dem Leitungsrohr im Wasserwerk Langenau

Prof. Dr.-Ing. Frieder Haakh, technischer Geschäftsführer der LW, Norbert Lins, MdEP, und Jan Meier, kaufmännischer Geschäftsführer der LW (v.l.) vor dem Leitungsrohr im Wasserwerk Langenau.

Zweckverband Landeswasserversorgung
  • EU-Abgeordneter Norbert Lins besuchte das Wasserwerk Langenau und informierte sich vor Ort.
  • Fachgespräch: Nitrat und Pflanzenschutzmittel-Metabolite bereiten der Wasserwirtschaft Sorge.
  • LW fordert in Schutzgebieten nur Wirkstoffe, deren Metabolite unter 0,1 µg/l im Trinkwasser liegen.
  • Zentrales Anliegen war Entbürokratisierung bei Genehmigungen – besonders für Leitungsprojekte.
  • LW versorgt rund drei Millionen Menschen und liefert etwa 100 Mio. m³ Trinkwasser pro Jahr.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Hohen Besuch empfing die Landeswasserversorgung (LW) am Freitag vergangener Woche: Norbert Lins, Mitglied des Europäischen Parlaments, nahm sich Zeit, sich bei einer Führung über die Aufbereitung und Untersuchung des Trinkwassers im Wasserwerk Langenau zu informieren. Im anschließenden Fachgespräch ging es unter anderem um die Themen Nitrat und Pflanzenschutzmittel (PSM).

Vor allem die PSM-Abbauprodukte (Metabolite) könnten der Wasserwirtschaft Probleme bereiten, nämlich dann, wenn sich ein Metabolit als gefährlich für die menschliche Gesundheit erweist und als relevanter Metabolit bewertet würde. Das berichtet die Landeswasserversorgung in einer Mitteilung. Dies könne zu Grenzwertüberschreitungen im Grundwasser und im Trinkwasser führen, zumal diese Stoffe in der Aufbereitung schwer entfernbar seien.

Schutz für wenige Tiere gefährdet Trinkwasser für Millionen

Die Landeswasserversorgung fordert deshalb, dass in Wasserschutzgebieten nur Wirkstoffe ausgebracht werden dürfen, deren Metabolite im Trinkwasser in Konzentrationen kleiner als 0,1 Mikrogramm pro Liter auftreten können.

Das zentrale Thema des Treffens war aber die Entbürokratisierung von Genehmigungsverfahren. Immer wieder bremse der Naturschutz unter Verweis auf die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Bauprojekte der LW aus. Die Erneuerung und Aufdimensionierung von Bestandsleitungen müssen genehmigungsfrei möglich werden, forderte die LW-Geschäftsleitung. Schließlich hielten die neuen Leitungen für weitere 100 Jahre, in der man die Natur vollkommen in Ruhe lasse. Ein intaktes Leitungsnetz sei für die Daseinsvorsorge von drei Millionen Menschen in Baden-Württemberg unerlässlich. Artenschutz sei sowohl der LW als auch Norbert Lins ein Anliegen, jedoch sollte der Erhalt einer Population der Maßstab für Bewertungen sein und nicht der Schutz eines Individuums.

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100 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für rund 250 Städte

Drei Millionen Menschen leben im Verteilungsgebiet der Landeswasserversorgung. Jährlich liefert die Landeswasserversorgung etwa 100 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an rund 250 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg – darunter Aalen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Esslingen, Stuttgart, Ludwigsburg und Ulm – sowie an einige Gemeinden in Bayern. Das Trinkwasser entstammt den Grundwasservorkommen der Schwäbischen Alb in der Region zwischen Ulm und Heidenheim. Ein Teil des Wassers wird der Donau entnommen und im Wasserwerk Langenau in einem mehrstufigen Verfahren zu Trinkwasser bester Qualität aufbereitet.