: Das Hochwasser an Donau, Iller, Roth und Leibi in Bildern
Schon vor dem ersten Juni-Wochenende 2024 war klar: Andauernder Regen lässt die Pegel der Flüsse in der Region Ulm anschwellen. Beeindruckende Bilder zeigen die Naturgewalt des Wassers.
Schmutzigbraun wälzt sich die Donau am ersten Juniwochenende durch Ulm.
Volkmar Könneke
Hochwasser in Ulm: Flüsse Donau, Iller, Roth und Leibi treten Ende Mai/Anfang Juni 2024 über die Ufer.
Einsatzkräfte wie Feuerwehr und THW kämpfen gegen Wassermassen.
Liveticker der SÜDWEST PRESSE zeigte fortlaufende Entwicklungen.
Beeindruckende Bilder dokumentieren die Naturgewalt.
Ein Jahr später beschäftigen die Folgen des Hochwassers die Betroffenen weiterhin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
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Ein Umspannwerk in höchsten Nöten, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW im Großeinsatz, Krisenstäbe tagen. Das erste Juniwochenende hatte es in der Region Ulm in sich. Gleich mehrere Bäche und Flüsse traten nach ergiebigen Regenfällen über die Ufer. Beeindruckende Bilder zeigen die Naturgewalt und den Kampf gegen die Wassermassen.
Schon am 31. Mai 2024 war es absehbar: Die Donau wird über die Ufer treten. Der ohnehin gesperrte Donauradweg, hier unterhalb der Gänstorbrücke, war nun endgültig nicht mehr befahrbar.
Volkmar Könneke
Die Städte Ulm und Neu-Ulm haben sich nach vergangenen Hochwassern gerüstet. So können in Neu-Ulm schnell mobile Spundwände aufgebaut werden, um das Wasser zurückzuhalten. Bauhof-Mitarbeiter montierten die Wände am 31. 5. unter den neugierigen Blicken von Spaziergängern.
Marius Bulling/dpa
Auch in Ulm wurden Wege zur Donau versperrt. Hier unterhalb des Metzgerturms.
Yasmin Nalbantoglu
Hinter der sicheren Absperrung tummelten sich am ersten Juni-Wochenende immer wieder Schaulustige, um einen Blick aus nächster Nähe auf das Naturspektakel zu werfen.
Volkmar Könneke
Und nicht nur dort: Die Stadtmauer war trotz Regenwetter gut besucht, immer wieder zückten Spaziergänger ihre Smartphones und Kameras, um das Hochwasser im Bild festzuhalten - und hinterher auf Social Media zu teilen.
Volkmar Könneke
Ob von den Brücken über die Donau ...
Volkmar Könneke
... am Ulmer Valckenburgufer ...
Sven Kaufmann
... vom Neu-Ulmer Ufer aus mit Blick aufs Bootshaus ...
Volkmar Könneke
... oder vor der überschwemmten Kanu-Slalomstrecke am Illerkanal. Überall tummelten sich Schaulustige.
Volkmar Könneke
Auch aus der Luft war das Hochwasser beeindruckend. Im Vordergrund ist der überflutete Parkplatz des Donaubads zu sehen.
Volkmar Könneke
Die schmutzigbraune Donau wälzte sich durch Ulm.
Volkmar Könneke
Hochwasser auch am Böfinger Wehr.
Volkmar Könneke
Nur die Kronen der Bäume ragten noch aus dem Wasser.
Moritz Clauß
Am gelassensten nahmen es die Wasservögel. Die Enten hatten plötzlich so viel Platz wie selten. Auf diese Seite des Neu-Ulmer Schwals verirren sie sich sonst nur im Watschelgang.
Volkmar Könneke
Nachts boten sich teils malerische Anblicke.
Volkmar Könneke
Die Zillen am Ulmer Donauufer.
Volkmar Könneke
Doch nicht für jeden war das Hochwasser schön anzuschauen und spaßig. Hunderte Freiwillige waren im Einsatz, viele Betroffene bangten um ihr Hab und Gut.
Volkmar Könneke
Das Fischerheim am Sandhaken soff ab - wo sonst Gäste sitzen, tummelten sich Fische und laut Wirt Marko Kornisch schwamm sogar ein Biber herum. Die Gaststätte musste nach dem Hochwasser aufwändig saniert werden.
Volkmar Könneke
Der beliebte Zelt-Flohmarkt, der am 1. Juni auf dem Volksfestplatz hätte stattfinden sollen, fiel ebenfalls ins Wasser. Statt wie sonst mehr als 100 Standbetreiber bauten gerade mal zwei auf. Geschäft machten sie nicht, denn auch die Besucher blieben weg.
Kerstin Auernhammer
Und nicht nur in Ulm trat die Donau über die Ufer. In Nersingen führte die Leibi Hochwasser. Die Nersinger bauten mit vereinten Kräften einen 200 Meter langen und bis zu 50 Zentimeter hohen Damm. Das THW Neu-UIm half mit Expertise.
THW Neu-Ulm/Quirin Göbel
In Pfaffenhofen war es die Roth, die plötzlich nicht mehr in ihrem Bachbett, sondern über Wiesen und Straßen floss.
Michael Scheifele
Die Roth machte auch in Weißenhorn Probleme. Sandsäcke wurden gestapelt.
Magdi Abul-Kheir
Die Feuerwehr Weißenhorn evakuierte das Krankenhaus.
Henri Gallbronner
Die Pumpen arbeiteten auf Hochtouren.
Michael Scheiffele
Der Parkplatz des Weißenhorner V-Markts stand unter Wasser, ein einsamer VW war bis über die Stoßstange abgesoffen.
Thorsten Fischer
Eine besonders kritische Situation gab es am Umspannwerk Dellmensingen. Zwar liegt es ein Stück abseits der Donau. Doch durch den tagelangen Regen konnten die umliegenden Wiesen und Felder kein Wasser mehr aufnehmen. Das Wasser drohte auf das Gelände zu fließen.
Amrei Oellermann
Hunderte Einsatzkräfte aus der Region kämpften stunden-, teils sogar tagelang mit Sandsackbarrieren und Pumpen darum, dass die Stromversorgung für zehntausende Menschen in der Region nicht ausfällt.
Amrei Oellermann
Erst nach einem langen Wochenende konnten die Feuerwehrleute ihre Hochwasserstiefel zum Trocknen aufhängen.
Amrei Oellermann
Gummistiefel waren an diesem Wochenende ein wertvolles Gut - auch wenn sie den Wassermassen nicht immer Herr wurden.
Volkmar Könneke
Auch wenn Experten warnten, nicht zu nah ans Wasser heranzugehen, viele ließen sich die Gelegenheit auf das Naturschauspiel nicht nehmen.
Volkmar Könneke
Und manche nahmen es mit Humor - wie dieses Geschäft Unter der Metzig, zwischen dem Hochwasser der Donau und dem Marktplatz. Dort legte man schon mal vorsichtshalber den Rettungsring bereit.
Kerstin Auernhammer
Auch kurios: Drei Schönheiten im Bikini lächeln von einem Plakat beim Donaubad. Hinter ihnen auch im echten Leben ganz schön viel Wasser.
Volkmar Könneke
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Nahezu im Minutentakt gab es an jenem Wochenende neue Entwicklungen, festgehalten von den Reporterinnen und Reportern der SÜDWEST PRESSE in einem mehrtägigen Liveticker, den es hier zum Nachlesen gibt:
Und auch im bewegten Bild lässt sich rückblickend erahnen, wie bewegend das Wochenende für die Menschen in der Region war.
Teilweise beschäftigt das Hochwasser die direkt Betroffenen immer noch - auch ein Jahr nachdem Flüsse und Bäche in der Region über die Ufer getreten waren.