„Ich bin geimpft und das ist gut so“, steht auf dem Foto von Kay Metzger. Der Intendant hat seine Mitarbeiter dazu aufgerufen, für mehr Impfbereitschaft zu werben. Auf der Webseite des Theaters und auf Social Media sind nun Aufnahmen von den Kulturschaffenden zu sehen, auf denen die Abgebildeten begründen, warum sie sich gegen Corona impfen lassen.
So argumentiert die Tänzerin Nora Paneva: „Ich bin geimpft, weil ich meine Liebsten schützen möchte.“ Sopranistin Maria Rosendorfsky möchte dazu beitragen, ihren Kindern die Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen. Chefdramaturg Christian Katzschmann vertraut seiner Impfärztin.
Ob und wann Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Mitarbeiter abfragen dürfen, wird derzeit heiß diskutiert. Die Mitarbeiter hätten sich freiwillig zur Teilnahme an der Kampagne gemeldet, sagt Anna Reukauf, Dramaturgin für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit am Theater Ulm. „Die Mitarbeiter müssen ihren Impfstatus nicht mitteilen.“

Kultur sehnt sich nach normalem Spielbetrieb

Nach mehr als anderthalb Jahren Pandemie sei die Hoffnung der Theaterschaffenden groß, endlich wieder einen Weg zurück zur Normalität zu finden, schreibt das Theater Ulm in seiner Begründung der Aktion. „Das Theater ist ein Ort der Begegnung – hier ist es besonders wichtig, nicht leichtsinnig die Gesundheit der Darsteller und Besucher aufs Spiel zu setzen. Die Covid-19-Impfung minimiert die Infektionsgefahr enorm.“ Eine hohe Impfquote erhöhe zudem die Chance auf ausgelassene Theater- und Konzertbesuche mit großem Orchester vor vollbesetzten Zuschauerreihen – ohne Ängste und ohne ernsthafte Gefahren, so die Mitteilung. „Ich bin geimpft, damit Begegnungen mit dem Publikum und Proben einfacher werden“, steht auf dem Foto von Schauspieldirektor Jasper Brandis.
Weitere Gesichter der Kampagne sind: Verwaltungsdirektorin Angela Weißhardt, Schauspielerin Christel Mayr, Schauspieler Markus Hottgenroth, Dramaturg Benjamin Künzel und Sänger Markus Francke.
PS: Besuchen Sie unsere Themenseite Lokale Kultur und finden Sie dort weitere spannende Kritiken und Hintergrundgeschichten aus der Kultur-Redaktion.