Einsatz bei Erbach: SEK umstellt Transporter und schlägt Scheibe ein

Am Samstagabend waren zahlreiche Polizeikräfte, auch das SEK mit gepanzerten Fahrzeugen, auf der L240 zwischen Ulm und Erbach im Einsatz.
Reinert/swd-medien/dpa- SEK-Einsatz an Fahrzeug auf der L240 bei Erbach am Samstagabend, 6.12.2025.
- Polizei: Keine Gefahr für die Öffentlichkeit, Einsatzkräfte ausreichend vor Ort.
- Details zu Hintergründen und Ablauf des Einsatzes im Alb-Donau-Kreis noch unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) auf der L240 bei Erbach ist am Samstag, 6. Dezember, eine Person festgenommen worden, die in einem Fahrzeug gesessen hatte. Der Einsatz dauerte bis in den späten Abend an, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm auf Nachfrage.
Die Polizei habe die SEK-Beamten eingesetzt, weil es zuvor einen Hinweis auf eine Gefahrensituation gegeben habe, sagte der Sprecher weiter. Allerdings habe es zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung gegeben. Weitere Details zu den Hintergründen nannte der Sprecher zunächst nicht.
Auch am Morgen nach dem Aufsehen erregenden Vorfall sind die Hintergründe noch völlig unklar. Was ist der Grund für die Festnahme und was geschieht jetzt mit der Person? Fragen wie diese bleiben weiterhin offen. Zunächst erfährt man von der Polizei am Sonntagmorgen lediglich, dass das Fahrzeug abgeschleppt wurde.
SEK rammt und umstellt Kastenwagen
Auf einem Video des Südwestdeutschen Mediennetzwerks, das der SÜDWEST PRESSE vorliegt, ist zu sehen, wie sich zwei Beamte des SEK in Schutzmontur und mit Waffe in der Hand einem weißen Kastenwagen nähern. Der Fahrer versucht gerade die Fenster auf der Beifahrerseite mit Papier abzukleben, dann schlagen die beiden Beamten die Scheibe ein und werfen eine Art Rauchbombe in die Fahrerkabine. Daraufhin entwickelt sich schnell weißer, dichter Rauch. Der Fahrer verlässt das Fahrzeug über die Fahrerseite und der Rauch entweicht über die beiden geöffneten Seiten der Fahrerkabine.
Auch auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE am Sonntagmittag nannte die Ulmer Polizei keine weiteren Details und Hintergründe zu dem Einsatz. Streifenwagen der Polizei hätten das Fahrzeug gestoppt, sagte ein Sprecher nur. Dann wurde „im stehenden Zustand“ das SEK dazugezogen, um den Mann festzunehmen. Ein Rammen während der Fahrt, wie es teils in Medienberichten geheißen hatte, dementiert der Polizeisprecher. Anschließend sei in Anwesenheit des SEK das Auto geöffnet worden.
Hubschraubereinsatz zur Vermisstensuche
Ein Hubschrauberflug am Abend entlang der A8, von dem Beobachter berichten, hängt mit dem Einsatz nicht zusammen. Der Helikopter wurde zur Suche einer vermissten Person eingesetzt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE mitteilt. Die Suche sei bislang erfolglos verlaufen, von einer lebensgefährlichen Situation für die Person gehe man aber nicht aus.
