Kriminalität in der Region Alb-Donau
: Schockanrufer: Seniorin aus Ulm wird um ihr Erspartes gebracht

Ein angeblicher Polizist hat mit einer erlogenen Geschichte Beute gemacht.
Von
Markus Fröse
Ulm
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Vor allem Seniorinnen und Senioren sind bei Schockanrufen das Ziel der Straftäter.

Vor allem Seniorinnen und Senioren sind bei Schockanrufen das Ziel der Straftäter (Symbolfoto).

dpa

Wieder machten Betrüger Beute. Ein Unbekannter gab sich am Dienstag, 30. April 2024, gegen 19 Uhr als Polizist aus. Wie die Polizei nun berichtet, erzählte der Mann der Seniorin aus Ulm die bekannte Lügengeschichte über einen Unfall der Tochter. Dabei seien Menschen ums Leben gekommen

Beute übergeben, dann Polizei gerufen

Um die angeblich in Haft sitzende Tochter nun gegen Kaution freizukaufen, forderte der Täter Geld. Die Frau ging darauf ein und übergab zuhause einem unbekannten Abholer Schmuck und Bargeld. Der nahm die Gegenstände sowie das Geld und verschwand. Erst später kamen der Frau Zweifel auf und sie erstattete Anzeige. Die Kriminalpolizei Ulm nahm die Ermittlungen auf.

Weil so etwas trotz aller Warnungen immer wieder vorkommt, weist die Polizei auf Folgendes hin:

  • Die Polizei wird Sie am Telefon nie um ihr Bargeld und / oder ihre wertvollen Gegenstände bitten.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.
  • Werden Sie immer misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder persönlichen Daten.
  • Wählen Sie selbst die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten. Wer sein Risiko solcher Anrufe verringern will, der könnte sich aus den öffentlichen Verzeichnissen streichen lassen oder veranlassen, dass der Vorname nur abgekürzt genannt wird.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Geben Sie bitte diese Tipps in Ihrem Familien- und Freundeskreis weiter.

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Weitere Informationen zum Thema „Falscher Polizeibeamter“ bietet die Seite Polizeiliche
Kriminalprävention der Länder und des Bundes.