Großkontrolle in Erbach
: Messer im Auto, Cannabis im Blut

Freiwillige Urinproben und Sehtests sowie angeordnete Bluttests gab es bei der Schwerpunktkontrolle in Donaurieden. Die Polizei berichtet von den Ergebnissen – und warum ein Maschinengewehr gesichtet wurde.
Von
Karin Mitschang
Erbach
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Mancher Autofahrer hat bei Donaurieden eine freiwillige Urinprobe abgegeben. Blutproben mussten elf Fahrer abgeben.

Mancher Autofahrer hat bei Donaurieden eine freiwillige Urinprobe abgegeben. Blutproben mussten elf Fahrer abgeben.

Karin Mitschang
  • Kontrolle in Donaurieden: Messer im Auto, Cannabis im Blut.
  • Polizei kontrollierte 97 Fahrzeuge und 117 Personen.
  • Elf Fahrer unter Drogenverdacht; Blutproben vor Ort.
  • Butterflymesser sichergestellt; mehrere Verkehrsverstöße festgestellt.
  • Kontrollen sollen Zahl der Drogenunfälle senken.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwischen 12 und 18 Uhr hatte die Polizei am Mittwoch, 23. Oktober, auf dem Parkplatz an der B311 bei Donaurieden eine Kontrollstelle eingerichtet. Die Beamten des Polizeipräsidiums Ulm überwachten den Verkehr. Sie wurden hierbei von Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz unterstützt. Ebenfalls waren zwei Polizeihunde im Einsatz. Insgesamt wurden von rund 50 Einsatzkräften 97 Fahrzeuge und 117 Personen kontrolliert.

Bei elf Fahrern bestand der Verdacht der Drogenbeeinflussung. Sie durften nicht mehr weiterfahren und mussten eine Blutprobe abgeben, schreibt die Polizei. Die Proben entnahm eine Ärztin direkt an der Kontrollstelle. Die Fahrer müssen nun mit Anzeigen rechnen. Ein Fahrer muss mit einer Strafanzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis rechnen. Freiwillig unterzogen sich viele Fahrerinnen und Fahrer Urinproben, Geh- und Sehtests, Alkohol-Schnelltests sowie Wischtests, die Drogen im Schweiß am Lenkrad feststellen konnten.

Messer im Auto

Bei einer Person konnte bei einer Kontrolle ein Butterflymesser aufgefunden werden. Die Polizei hat hier die Ermittlungen aufgenommen. Darüber hinaus beanstandeten die Beamten auch vier Gurtverstöße, ein Kind fuhr zudem ohne Kindersitz mit. Bei mehreren Fahrzeugen war die transportierte Ladung nicht richtig gesichert. Hier müssen die Fahrer mit entsprechenden Anzeigen rechnen. Polizisten auf Motorrädern beobachteten den fließenden Verkehr und kommunizierten mit dem Einsatzleiter.

In drei Fällen wurden Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Zwei Pkw-Lenker telefonierten mit ihrem Handy während der Fahrt und wurden von den aufmerksamen Beamten dabei beobachtet. Die Beamten „führten verkehrserzieherische Gespräche“ mit den Betroffenen und ahndeten die Verstöße. Die intensiven Kontrollen seien Teil der polizeilichen Strategie, die Zahl der Drogenunfälle zu senken. Bei den Kontrollen zieht die Polizei immer noch zahlreiche berauschte Fahrer aus dem Verkehr. Das zeige die Notwendigkeit der Kontrollen, die die Polizei auch weiterhin fortsetzen wird.

Mit Maschinengewehr vor Ort

Nach Informationen der Südwest Presse war ein Polizist kurzzeitig mit einer Maschinenpistole zu sehen. Auf Nachfrage bestätigt Pressesprecher Sven Vrancken, dass dies sein könne. Im Rahmen eines solchen Großeinsatzes sei ein solches Standard-Einsatzmittel für die Sicherheit der Kollegen im Einsatz möglich. Einen weiteren Fahnungshintergrund habe dieses nicht.