Kontrolle im Ulmer Donautal
: Zoll stoppt illegale Sendung mit 2000 Kopfhörern und Lautsprechern

Zollbeamte haben eine verdächtige Sendung aus China aus dem Verkehr gezogen. Die Lieferung enthielt 754 Kopfhörer und 1.384 Lautsprecher der Marke JBL.
Von
Salome Hanselmann
Ulm
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Zollamt (Symbolbild)

Das Zollamt im Donautal erkannte Unstimmigkeiten in der Lieferkette und stoppte daraufhin die Warenlieferung. (Symbolbild)

Sina Schuldt/dpa
  • Zollamt Donautal stoppte am 19. Februar eine China-Sendung
  • Beschlagnahmt: 754 Kopfhörer und 1.384 Lautsprecher der Marke JBL
  • Ware für Technikvertrieb im Landkreis Augsburg bestimmt
  • Gevers: Originalware, aber ohne Zustimmung in die EU eingeführt
  • Parallelimporte ohne Zustimmung unzulässig; Vernichtung oder Ausfuhr wird geprüft

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beamte des Zollamts Donautal haben, laut Pressemitteilung, bereits am 19. Februar eine Sendung mit unzulässiger Ware aus China aus dem Verkehr gezogen. Die Beamten hatten Unstimmigkeiten in der Lieferkette festgestellt. Enthalten waren 754 Kopfhörer und 1.384 Lautsprecher, die für einen Technikvertrieb im Landkreis Augsburg vorgesehen waren.

Nachdem der Zoll die Ware geprüft hatte, informierte er die Anwaltskanzlei Gevers, den gesetzlichen Vertreter des Rechtsinhabers der Marke JBL. Gevers habe bestätigt, dass es sich bei der sichergestellten Ware um Originalprodukte handle, die allerdings ohne seine Zustimmung in die Europäische Union eingeführt und in den Verkehr gebracht werden sollen.

Parallelimporte ohne Zustimmung unzulässig

Parallelimporte, auch Grauimporte genannt, sind originale Markenprodukte, die jedoch ohne Erlaubnis des Markeninhabers in ein Land eingeführt werden – also außerhalb der autorisierten Vertriebswege. Sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union sind derartige Importe unzulässig, wenn die Ware erstmalig in den EU-Binnenmarkt gelangt, ohne, dass der Markeninhaber vorher zugestimmt hat.

Der Zoll stellte die Ware auf Antrag des Rechtsinhabers sicher. Derzeit wird noch geprüft, ob die Kopfhörer und Lautsprecher vernichtet oder wieder ausgeführt werden müssen.