Aktion 100 000
: Eine Million Euro! Dieses tolle Ergebnis ist kein Selbstläufer mehr

Obwohl die Aktion 100 000 kein Spitzenergebnis eingefahren hat, ist es vielleicht höher zu bewerten als die Rekorde in den vergangenen Jahren, findet Chefredakteur Ulrich Becker.
Kommentar von
Ulrich Becker
Ulm
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Blick auf das Spendenergebnis der 55. Spendensaison der Aktion 100 000 und Ulmer helft.

Die Menschen in der Region haben meist weniger im Geldbeutel als früher. Trotzdem bescherten sie der Aktion 100 000 und Ulmer helft in der 55. Spendenrunde ein Ergebnis von über einer Million Euro.

Birgit Eberle

Es war knapp, aber am Ende konnten Aktionsleiter Chris Mertl und sein großartiges Team aufatmen: Auch in der 55. Saison hat die „Aktion 100 000 und Ulmer helft“ erneut die magische Grenze von einer Million Euro geknackt. Dank tausender Spenderinnen und Spender, dank Hunderter von Initiativen, Aufführungen und Konzerte hatten Familien und Menschen in der ganzen Region an Weihnachten zumindest ein wenig Geld, um sich etwas leisten zu können. Und zahllose karitative Einrichtungen können auch in diesem Jahr ihre Arbeit mit dem Geld der Aktion fortführen.

Aber – dieses tolle Ergebnis ist kein Selbstläufer mehr. Die Zeiten, in denen es fast jährlich eine Steigerung des Spendenaufkommens gab, sind vorbei. Das liegt nicht an der Zahl der Spenderinnen und Spender und schon gar nicht an deren Willen, etwas Gutes für die Menschen in der Region zu tun.

Zusammenhalt als Motto für 56. Saison

Nein, die Krise macht natürlich auch vor denen nicht halt, die etwas abgeben können. Längst muss dort – ob bei Privatleuten oder Unternehmen – auf den Euro geachtet werden. Deshalb ist das diesjährige Ergebnis vielleicht noch höher zu werten als die Rekorde in den Vorjahren. Weil die Region auch Solidarität zeigt, wenn es einmal nicht mehr so gut läuft.

Das ist vielleicht das beste Motto für die anstehende 56. Saison der Aktion: Wir halten zusammen – trotz allem.