Knall über Ulm und Neu-Ulm
: Explosionsartiges Rumsen – Bundeswehr erklärt den Grund

Am Dienstagnachmittag sind viele Menschen in der Region Ulm erschrocken zusammengezuckt. Mehrmals hatte es laut geknallt.
Von
Kerstin Auernhammer,
Steffen Wolff
Ulm
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Ein Eurofighter der Luftwaffe: Bei Übungsflügen über Ulm kommt es regelmäßig zu lauten Knallgeräuschen.

Symbolbild (Julian Stratenschulte/dpa)

Gleich mehrmals hat es am Dienstagnachmittag (5.2.2024) am Himmel über der Region Ulm gerumst. Gegen 15:20 Uhr einmal und kurz darauf nochmal zweimal waren laute Knalle zu hören. Wände vibrierten, Fensterscheiben wackelten, Menschen zuckten erschrocken zusammen.

Explosionsartiger Knall erschreckt Menschen in Ulm und Neu-Ulm

Es ist nicht zum ersten Mal, dass es ausgerechnet hier über Ulm am Himmel so rumst. Immer wieder halten sich Jets der Bundeswehr in dem für sie zeitweise reservierten Luftraum auf. Vermutlich handelt es sich auch diesmal um Flugzeuge der Bundeswehr, die mit Überschall über den eingerichteten Korridor geflogen sind.

Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr klärt auf

„Ja, wir waren es“, bestätigte ein Sprecher des Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe. Es habe sich um Eurofighter aus Neuburg an der Donau gehandelt, die auf einem Trainingsflug waren. „Die Flugzeuge simulieren hierbei einen Abfangflug und müssen dafür auch auf Überschallgeschwindigkeit gehen“, erklärte er. Wie lange solche Manöver dauerten, sei unterschiedlich. In der Regel seien die Eurofighter eine halbe bis eine Stunde unterwegs.

Im Dezember 2023 hatte es an einem Tag gleich neunmal gerumst: Auch damals waren Übungsflüge der Bundeswehr der Grund.

Überschall-Knall

Ein Überschall-Knall entsteht, wenn ein Düsenflieger eine Druckwelle vor sich herschiebt. Wenn das Flugzeug mit Hochgeschwindigkeit die aufgeschobene Schallmauer durchfliegt, knallt es. Die Schallgeschwindigkeit beträgt 1200 km/h. Durch die Druckstöße ist ein Knall bis zu 80 Kilometer weit zu hören.