Kleidertausch in Langenau
: Tausch dich glücklich

Im Naturfreundehaus in Langenau sorgt am Samstag, 29. März, eine Kleidertausch-Party für „neue“, schicke Frauen-Oberbekleidung. Nachhaltig ist die Mode auch noch.
Von
Nadja Ruranski
Langenau
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Kleidertauschparty in Lüneburg: PRODUKTION - 22.09.2024, Niedersachsen, Lüneburg: Tanja Prost, Ideengeberin, schaut sich eines von vielen Kleidungsstücken an. Geld sparen, neuen Schwung in den Kleiderschrank bringen und etwas Gutes für die Umwelt tun – sogenannte Kleidertauschpartys liegen im Trend. (zu dpa: «Nachhaltig shoppen - Kleidertausch in Lüneburg begehrt») Foto: Philipp Schulze/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Deutsche Konsumenten kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke jedes Jahr, 40 Prozent der Kleidung wird laut Bundesumweltministerium nie oder nur selten getragen (Symbolbild).

Philipp Schulze/dpa
  • Kleidertausch-Party im Naturfreundehaus Langenau am 29. März von 10 bis 13:30 Uhr.
  • Deutsche Konsumenten kaufen jährlich 60 Kleidungsstücke, 40% werden selten getragen.
  • Fast Fashion hat sich seit 2000 mehr als verdoppelt, große Umweltfolgen.
  • Max. 5 kg Kleidung können gegen Kilo-Bons getauscht werden.
  • Nur Damenoberbekleidung, keine Socken oder Unterwäsche, Kleidung sollte sauber und intakt sein.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die warme Jahreszeit naht. Ein bisschen weniger Hüftgold, dafür gutsitzende Bademode – das wäre schon eine feine Sache. Auch der Schrank könnte dringend eine Schlankheitskur vertragen. Das liegt weniger am massenhaften Konsum, sondern mehr an der Nostalgie. Die neonfarbene Leggings, türkis und glänzend. Der weiße Wollpullover mit Trompetenärmeln. Beides seit Jahren nicht getragen. Durch Inflation und Energiekrise erfahren Secondhand-Mode und Kleidertausch noch mal eine ganz andere Bedeutung. Überhaupt gibt es Momente im Leben, da muss man einfach mal ausmisten.

Deutsche Konsumenten kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke jedes Jahr, 40 Prozent der Kleidung wird laut Bundesumweltministerium nie oder nur selten getragen. Die Produktion und der Kauf von schnelllebiger Billigmode, sogenannter Fast Fashion, hat sich seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt und steigt weiter, mit massiven Auswirkungen für Mensch und Umwelt. Was also tun mit all den Pullovern, T-Shirts und Jacken, die sich im Kleiderschrank türmen?

Die Tauschparty ist eröffnet

Im Naturfreundehaus in Langenau findet sich die Lösung. Dort können diesen Samstag, 29. März, von 10 bis 13.30 Uhr Frauen ihre Kleidung tauschen. Maximal fünf Kilo dürfen die mitgebrachten Textilien wiegen. Die abgewogenen Kleidungsstücke werden gegen Kilo-Bons getauscht. Danach heißt es bei der Kleidertauschbörse für Damenoberbekleidung: Wühlen, was das Zeug hält. Schuhe, Taschen, Schals und Schmuck – die Tauschparty ist eröffnet. Natürlich können die einzelnen Teile anprobiert werden.

Doch Achtung: Unterwäsche und Socken sind nicht erwünscht, und auch Tierhaare sollten vorher entfernt werden. Detlef Edelmann, Pressebeauftragter Naturfreunde Langenau, sagt: „Die Kleidung sollte in gutem, gewaschenem Zustand sein. Schmutzige oder beschädigte Kleidung wird nicht angenommen.“ Besucherinnen, die neue Lieblingsteile finden, dürfen diese gegen Kilo-Bons zurücktauschen. Und wer weiß, vielleicht ist ja die ein oder andere Hippiebluse dabei oder ein schickes Häkelteil von anno dazumal. Soll ja in diesem Frühjahr wieder der Renner sein.