Kino in Ulm
: So geht es für das Internationale Filmfestival 2027 weiter

Die vier Abende im Cocomo waren ein Erfolg, aber nur ein Anfang: Schon im nächsten Frühjahr kommt die zweite Ausgabe – mit neuem Partner und neuem Kino.
Von
Marcus Golling
Ulm
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Der katalanische Filmemacher Jaume Claret Muxart dreht einen Spielfilm über seine Lebensgeschichte, die auch an der HfG und auf der Donau spielt

Filme mit Ulm-Bezug sollen ein wichtiger Baustein des neuen Festivals werden: Hier ein Bild von den Dreharbeiten zu „Strange River“ an der HfG-Gebäude im Jahr 2024. Das Drama lief 2026 zur Eröffnung im Cocomo.

Volkmar Könneke
  • Zweite Ausgabe des Internationalen Filmfestivals kommt im Frühjahr 2027 in Ulm.
  • Neuer Partner sind die Sailer-Kinos, neuer Ort ist das Obscura im Roxy – bessere Gespräche möglich.
  • Probelauf 2026 im Cocomo war erfolgreich, mit 60 bis 160 Gästen pro Abend.
  • Gezeigt wurden u. a. „Strange River“, „Wo/Men“, „The Secret Agent“ und Kurzfilme der „Stickman“-Crew.
  • Geplant sind wieder Filme mit Ulm-Bezug und die Einbindung von „Sister's Wild Cinema“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Probelauf ist geglückt. Oder müsste man in der Filmwelt von einem „Test-Screening“ sprechen? Sibylle Gänßlen-Zeit, Leiterin der Film Commission Region Ulm, ist jedenfalls noch immer ein bisschen euphorisiert vom ersten Internationalen Filmfestival, das vom 7. bis 10. Oktober 2026 im Cocomo über die Bühne ging beziehungsweise über die Leinwand flimmerte. „Unsere Erwartungen wurden noch übertroffen“, sagt die Mitorganisatorin.

Pro Abend hätten jeweils zwischen 60 und 160 Menschen die Filme gesehen, darunter die Dokumentation „Wo/Men“ der gebürtigen Neu-Ulmerin Kristine Nrecaj, den brasilianischen Thriller „The Secret Agent“ und die Kurzfilme der „Stickman“-Crew. Höhepunkt war laut Gänßlen-Zeit jedoch der Eröffnungsabend mit dem in Ulm gedrehten Drama „Strange River“ und der Gala mit Prominenz aus der süddeutschen Filmszene: Gefeiert wurde das 15-jährige Bestehen der Ulmer Film Commission.

Tolles Team, positives Feedback

Schon deshalb war es keine normale Festival-Premiere, gibt Gänßlen-Zeit zu. Aber das Team habe toll zusammengearbeitet, das Feedback sei sehr positiv gewesen, „und ich war so stolz auf das Ulmer Publikum, weil es so tolle Fragen gestellt hat“. Die Leute sind also nicht nur zum Gucken gekommen – sie wollten danach auch über das Gesehene reden. Doch das Festival war für das etwa zehnköpfige Team auch ein Kraftakt, zumal wegen des Clubbetriebs im Cocomo am Donnerstag bis Samstag alles täglich auf- und wieder abgebaut werden musste.

Bei der nächsten Ausgabe, die für das Frühjahr 2027 geplant ist, werden diese Probleme entfallen: Gänßlen-Zeit zufolge seien dann die Sailer-Kinos der neue Kooperationspartner, das von diesen betriebene Obscura im Roxy der neue Veranstaltungsort. Dort werde es dann auch bessere Möglichkeiten geben, nach den Vorstellungen bei einem Getränk mit anderen Filminteressierten zu diskutieren, sagt sie. Eigentlich sei so ein Festival schon für Frühjahr 2026 geplant gewesen, aber das als Partner geplante Xinedome habe einen Rückzieher gemacht.

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Auch andere dürfen gerne mitmachen

Was das Programm für das kommende Jahr angeht, beginnen die Vorbereitungen erst. Gänßlen-Zeit hofft, wieder Filme zeigen zu können, die in Ulm gedreht wurden oder einen Ulm-Bezug haben. Und sie will das Internationale Filmfestival gerne zu einem Dach für verschiedene Initiativen machen, neben den „Stickman-Jungs“ („Die sind alle erst Anfang 20 und haben einen Mega-Job gemacht“) will sie gerne auch die Macherinnen des Frauenfilmfestivals „Sister's Wild Cinema“ einbinden.

Der neue Termin ist laut Gänßlen-Zeit zudem besser: weit genug entfernt von den Biberacher Filmfestspielen und den Filmtage Oberschwaben in Ravensburg, die beide im Oktober eröffnet werden. Cineastinnen und Cineasten in der Region dürfte das freuen: Sie wollen nicht nur im Herbst gute Filme sehen.