Insolventer Raumausstatter
: TTL schließt vorerst alle Filialen

Wegen der angespannten Material- und Personalsituation ist der Betrieb kaum möglich, teilt der Insolvenzverwalter mit.
Von
swp
Ulm/Neu-Ulm
Jetzt in der App anhören

Die Firma TTL ist insolvent. Jetzt werden alle Filialen geschlossen – erst mal nur vorübergehend, sagt der Insolvenzverwalter.

Volkmar Könneke

Der insolvente Raumausstatter TTL Süd mit Sitz in Heidenheim – er hat auch zwei Standorte in Ulm und Neu-Ulm – schließt vorübergehend all seine Filialen. Das gab der vorläufige Insolvenzverwalter Steffen Beck am späten Freitagnachmittag bekannt. „Die Analyse der vergangenen Tage hat gezeigt, dass die Verkäufe der Waren in den Filialen unter anderem aufgrund der aktuell angespannten Material- und Personalsituation kaum möglich sind.“

Alle Filialen in den kommenden Tagen geschlossen

In den kommenden Tagen sei es zudem nötig, die in allen Filialen durchgeführten Inventuren auszuwerten, was weiteres Personal binde. Dazu müsse man von Ort zu Ort individuell planen, unter anderem die dafür nötigen Personalressourcen. „Ein regulärer Betrieb in den Filialen ist daher nicht möglich. Wir haben deswegen beschlossen, zunächst alle Filialen für die kommenden Tage zu schließen.“

Ob und welche Filialen dauerhaft wirtschaftlich erhalten bleiben können, werde sich in den nächsten Wochen zeigen, so Beck. Gespräche mit potenziellen Interessenten würden parallel weitergeführt. Nur wenn sich kurzfristig ein Investor finde, gebe es eine Zukunft für TTL, betont der Insolvenzverwalter.