In Zügen nach Ulm
: Lokführer und Zugbegleiterin von Frauen attackiert

Am Wochenende kommt es in zwei Zügen in Richtung Ulm zu Angriffen auf Bahnpersonal. Eine der beiden Täterinnen sucht die Polizei noch.
Von
Isabelle Jahn
Ulm/Ehingen
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Bundespolizei - Symbolbild: ARCHIV - 06.11.2019, Baden-Württemberg, Freiburg: Ein Bundespolizist steht am Hauptbahnhof vor einem ICE. (zu dpa: «Schwarzfahrer attackiert 44-Jährigen mit glühender Zigarette») Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei ermittelt nach zwei Angriffen am Wochenende in Zügen, die in Richtung Ulm unterwegs waren.

Patrick Seeger/dpa (Symbolbild)
  • Zwei Übergriffe auf Bahnmitarbeitende in Zügen Richtung Ulm an zwei Abenden.
  • Samstagabend traf eine 15-Jährige den Lokführer bei Ulm-Söflingen ins Gesicht.
  • Sie versuchte den Führerstand zu öffnen – in Ulm leistete sie Widerstand gegen Polizei.
  • Sonntagabend schlug eine Unbekannte in einem Regionalexpress eine Zugbegleiterin in Schelklingen.
  • Gesuchte Frau: etwa 30–35 Jahre, 1,60–1,65 m, lange blonde Locken, stark geschminkt, rot-weiß gekringelte Stulpen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Zügen in Richtung Ulm ist es an zwei aufeinanderfolgenden Abenden am Wochenende zu Angriffen auf Bahnmitarbeitende gekommen. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurde zunächst am Samstagabend, 25.04.2026, ein 61 Jahre alter Triebfahrzeugführer in einem Zug auf Höhe von Ulm-Söflingen angegriffen. Nach derzeitigem Kenntnisstand schlug eine 15-jährige Reisende den Lokführer gegen 18 Uhr unvermittelt und aus bislang unbekannten Gründen ins Gesicht und verletzte ihn leicht. Der 61-Jährige flüchtete daraufhin in den Führerstand, um einen Notruf abzusetzen. Die 15-Jährige mit deutscher Staatsangehörigkeit soll anschließend versucht haben, die Tür zum Führerstand gewaltsam zu öffnen.

15-Jährige will auch Polizisten schlagen

Als alarmierte Bundespolizisten die Tatverdächtige beim Halt in Ulm stellten, wollte die Teenagerin einen der Beamten schlagen, was jedoch misslang. Die 15-Jährige, die augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, leistete Widerstand. Die Jugendliche wurde an einen Erziehungsberechtigten übergeben und hat jetzt ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte am Hals.

Frau schlägt Zugbegleiterin ins Gesicht

Ein weiterer Fall ereignete sich am Sonntagabend, 26.04.2026, in einem Regionalexpress im Bereich Ehingen/Schelklingen, der ebenfalls in Richtung Ulm unterwegs war. Nach ersten Erkenntnissen kontrollierte eine 56 Jahre alte Zugbegleiterin gegen 21.25 Uhr eine bislang unbekannte Reisende nach ihrem Fahrschein. Weil die Frau wohl kein gültiges Ticket vorzeigen konnte, wurde sie beim Halt in Schelklingen aus dem Zug verwiesen. Während des Ausstiegs beleidigte und bedrohte die Unbekannte die Bahnmitarbeiterin nach derzeitigem Kenntnisstand unvermittelt und schlug ihr anschließend mit der Hand ins Gesicht. Dabei fiel die Brille der 56-Jährigen zwischen Bahnsteig und Zug ins Gleis.

Opfer beschreibt gesuchte Täterin

Die Zugbegleiterin erstattete Anzeige bei der Bundespolizei, die wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt, und beschrieb die Tatverdächtige so:

  • etwa 30 bis 35 Jahre alt
  • 1,60 bis 1,65 Meter groß
  • lange blonde Locken
  • stark geschminkt
  • bekleidet mit rot-weiß gekringelten Stulpen, schwarzer Leggings und schwarzem Oberteil.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0711 55049 1020 entgegen.