Historisches Gebäude
: Galerie im Ulmer Metzgerturm knackt 5000-Besucher-Marke

Der Kunstverein Ulm ist überwältigt vom Interesse nach der Wiedereröffnung. Für die Zeit nach der anstehenden Winterpause gibt es bereits Pläne.
Von
Marcus Golling
Ulm
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Überraschung am Metzgerturm: (von links) Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Martin Rivoir, Berfin Emsiz, Wolfgang Röhr und Elisa Hermann.

Überraschung am Metzgerturm: (von links) Oberbürgermeister Martin Ansbacher, Martin Rivoir, Berfin Emsiz, Wolfgang Röhr und Elisa Hermann.

Udo Eberl/Kunstverein Ulm
  • Galerie im Ulmer Metzgerturm überschreitet 5000 Besucher – großes Interesse seit Mai.
  • Am Tag der deutschen Einheit wurden die Besucherinnen Berfin Emsiz und Elisa Hermann geehrt.
  • Ausstellung „Equilibrio“ und das „Turm-Erlebnis“ ziehen an, besonders während des Donaufests.
  • Öffnung noch bis 18. Oktober, Freitag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr; Finissage mit Johannes Pfeiffer.
  • Winterpause ohne Betrieb, Saisonstart um den 1. Mai geplant und voraussichtlich zwei Ausstellungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Kunstverein Ulm hatte in den Tagen zuvor schon gespannt mitgezählt. Am Tag der deutschen Einheit war die Marke dann geschafft – und Oberbürgermeister Martin Ansbacher nahm am Metzgerturm gemeinsam mit dem Vorsitzenden Wolfgang Röhr und Martin Rivoir, dem Initiator der Kunst-Werdung des Denkmals, die überraschten Besucherinnen Berfin Emsiz aus Ulm und Elisa Hermann aus Neu-Ulm in Empfang. Sie bekamen jeweils einen kleinen Metzgerturm und einen Kunstdruck überreicht.

5000 Menschen haben seit der Eröffnung als Galerie am 13. Mai 2026 das zuvor jahrzehntelang geschlossene Gemäuer an der Stadtmauer besucht, mehr als die Betreiber vom Kunstverein erhofft hatten: „Für uns wäre schon 3000 bis 4000 eine tolle Zahl gewesen“, sagt Geschäftsführer Udo Eberl. Schließlich dürften wegen der beengten Verhältnisse nur zehn Personen gleichzeitig hinein.

Auf der Suche nach dem „Turm-Erlebnis“

Viele seien wegen der Ausstellung „Equilibrio“ von Johannes Pfeiffer gekommen, wohl noch mehr für das besondere „Turm-Erlebnis“, sagt Eberl. Besonders groß sei der Run während des Donaufestes gewesen. Aus Sicht des Kunstvereins eine gute Konstellation: Man habe einen tollen Ort, um ganz verschiedenen Menschen Kunst näherzubringen.

Nur noch bis 18. Oktober ist der schiefe Turm geöffnet, immer Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Zur Finissage um 16 Uhr am Abschlusstag kommt noch einmal der Künstler Johannes Pfeiffer. Über den Winter gibt es keinen Ausstellungsbetrieb, auch wegen der unwirtlichen Bedingungen: Die Öffnungszeiten werden durch Ehrenamtliche ermöglicht. Für deren Engagement ist der Verein sehr dankbar: Laut Eberl ist seit der Eröffnung kein einziger Öffnungstag ausgefallen.

2027 plane der Kunstverein mit einem Saisonstart um dem 1. Mai herum, es werde voraussichtlich sogar zwei Ausstellungen geben, noch befinde man sich in den Planungen. Es gehe dabei nicht nur um Kunst: Für das Publikum auf der Suche nach dem Turm-Erlebnis wolle man daran arbeiten, die Geschichte des Denkmals sichtbarer zu machen.