Güterzug verliert Öl: Zugstrecke zwischen Ulm und Erbach wieder freigegeben

Es muss geklärt werden, welche Auswirkungen der Verlust des Öls auf die Umwelt haben könnte.
Ralf Zwiebler- Ölverlust an Güterzug blockiert Strecke Ulm–Erbach – Bahnverkehr stark beeinträchtigt.
- Zwischen Erbach und Laupheim West ist die Fahrt nur eingeschränkt möglich.
- Bis zu 700 Liter Flüssigkeit treten aus, der Zug steht am Einsinger Bahnhof.
- Polizei „Gewerbe und Umwelt“ ist vor Ort, Bundespolizei unterwegs.
- Dauer unklar: Ersatzbus Ulm–Erbach fährt, nach Ulm-Donautal auch Linie 10 nutzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Zugstrecke zwischen Ulm und Erbach war am Dienstagnachmittag (7. April) für mehr als zwei Stunden gesperrt. Zudem war die Strecke zwischen Erbach und Laupheim West in dieser Zeit nur mit Einschränkungen befahrbar. „Grund ist die technische Störung an einem Güterzug“, hieß es dazu in einer ersten Meldung der Deutschen Bahn. Besagter Zug stand am Einsinger Bahnhof und verlor Öl, sagte Polizeisprecher Thomas Hagel auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Die Rede sei von bis zu 700 Litern Flüssigkeit. Mitarbeiter der Polizei-Abteilung „Gewerbe und Umwelt“ waren laut Hagel ebenso vor Ort, wie eine Streife der Bundespolizei und die Feuerwehr.
Das bestätigt auch ein Sprecher der Bundespolizei, die grundsätzlich für Einsätze im Bereich der Bundeseisenbahnen zuständig ist. Diese sei gegen 14.30 Uhr von einem Güterzug mit Motorschaden in Kenntnis gesetzt worden, der Öl und Kühlflüssigkeit verliere. „Maßnahmen laufen derzeit“, sagte der Sprecher am frühen Nachmittag. Auch die Wasserschutzbehörde und die Umweltbehörde seien informiert worden, damit sie die Auswirkungen für die Umwelt einschätzen können. Daniel Hadrys, Pressesprecher der Stadt Ulm, konnte am Dienstagnachmittag noch keine Informationen dazu herausgeben, zu welchem Ergebnis die Untersuchungen vor Ort geführt haben.
Laut einer Notfallmanagerin der Bahn, die vor Ort war, sei die Menge der Flüssigkeit momentan nicht genau zu benennen. Neben Öl und Kühlmittel seien auch Treibstoffe ausgelaufen. Notwendige Fachleute seien informiert und würden sich kümmern. Gegen 16.30 Uhr wurde der Güterzug von einer weiteren Lok abgeschleppt, am Bahnübergang waren noch leichte Spuren von Öl und Bindemittel zu sehen. Der Autoverkehr war kaum betroffen.

Der Autoverkehr war kaum beeinträchtigt.
Ralf ZwieblerViel los auf dem Bahnhof
Auf den Linien RE 5 (Stuttgart-Ulm-Friedrichshafen) und RS 2/RS 21 (Ulm-Biberach) kam es dagegen zu Verspätungen, Ausfällen und Teilausfällen. Zwischen Ulm und Erbach fuhren Busse als Ersatzverkehr. Reisende nach Ulm-Donautal sollten auch die Stadtbusse der Linie 10 benutzen. Auch nachdem die Strecke gegen 16.45 Uhr wieder freigegeben wurde, teilte die Deutsche Bahn mit, es könne noch zu Verspätungen kommen, „bis sich der Verkehr stabilisiert hat“. Am Dienstagabend war auf dem Ulmer Hauptbahnhof entsprechend viel los, Wartende drängten sich auf den Bahnsteigen.

