Feuerwehr und Hubschrauber im Einsatz
: „Kommunikationsproblem“ sorgt für Großeinsatz in Altheim/Alb

Ein Großaufgebot an Rettungskräften sowie die Bergwacht sind am frühen Dienstagabend am Steinbruch in Altheim/Alb im Einsatz gewesen. Wenig später stellte sich heraus: Es handelte sich um ein Missverständnis.
Von
Leonie Maschke,
Amelie Schröer
Altheim/Alb
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Feuerwehr und Bergwacht beim Einsatz am Steinbruch in Altheim/Alb

Feuerwehr und Bergwacht beim Einsatz am Steinbruch in Altheim/Alb.

Privat
  • Großer Rettungseinsatz am Steinbruch in Altheim/Alb – Feuerwehr und Bergwacht vor Ort.
  • Die Höhenrettung der Feuerwehr arbeitet, ein Rettungshubschrauber ist im Einsatz.
  • Im Fokus steht eine Schachthöhle, an der Einsatzkräfte ein Seil entdeckt haben.
  • Laut ersten Infos wurde ein Schlüssel fürs Gelände im Rathaus ausgeliehen, aber nicht zurückgegeben.
  • Weitere Informationen folgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein größerer Rettungseinsatz am Steinbruch in Altheim/Alb sorgte am Dienstagabend, 21.4., kurzfristig für Aufsehen. Nach Angaben der Polizei hatte eine Person im Rathaus einen Schlüssel für den Steinbruch ausgeliehen, aber nicht zur vereinbarten Zeit zurückgegeben. Es bestand die Befürchtung, dass sich die Person in misslicher Lage befand.

Wenig später konnte aber Entwarnung gegeben werden: „Es handelte sich um ein Kommunikationsproblem“, bestätigt die Polizei Ulm auf Nachfrage unserer Zeitung. Neben der Polizei, dem bodengebundenen Rettungsdienst und den Feuerwehren Altheim (Alb), Ballendorf und Gerstetten waren auch die Höhenrettung der Feuerwehr Ulm, die Höhlenrettung Baden-Württemberg, die Bergwacht Blautal sowie der Ulmer Rettungshubschrauber „Christoph 22“ vor Ort im Einsatz. Im Fokus stand eine Schachthöhle.

Von dem Höhlengänger fehlte jede Spur

Die sogenannte „Klufthöhle“ im Steinbruch am „Schönen Bühl“ ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich – eine Metallklappe sichert sie gegen unbefugtes Befahren. Nicht ohne Grund, denn der Hohlraum hat es in sich: Unmittelbar nach dem Einstieg folgen Passagen, die nur mit Hilfe von Seiltechnik zu bewältigen sind. Nach einem Absatz geht es 15 bis 20 Meter frei hängend in die Tiefe. Unten folgen verschiedene Gänge. Entdeckt wurde die rund 240 Meter lange und rund 30 Meter tiefe Höhle in den 1950er Jahren durch Zufall bei Arbeiten im Steinbruch.

Die Ausgangslage des Einsatzes schildert Timo Bohnacker, der Leiter der Bergwacht Blautal, folgendermaßen: „Wir wurden zu einer Personensuche in der Höhle alarmiert.“ Es sei klar gewesen, dass der Vermisste einen Schlüssel zur Höhle habe und sich darin aufhalten durfte. Doch von dem Mann, der vermeintlich längst zurück sein wollte, habe jede Spur gefehlt. Als sein Fahrzeug nahe des Steinbruchs entdeckt wurde und im Gelände der geöffnete Höhlenschacht samt Seil, setzte sich die Rettungskette in Gang – und es wurde ein Großeinsatz daraus. Denn es gab die Befürchtung, dass dem Höhlengänger etwas zugestoßen sein könnte.

Noch während der Strategiebesprechung der Einsatzkräfte habe es allerdings Entwarnung gegeben: Der vermeintlich Vermisste wurde wohlauf in der Nähe der Einsatzstelle angetroffen.